wurde am 11. April 1863 in Bieber geboren. Nach dem Studium der Theologie und seiner Ordination am 20. Oktober 1886 trat er als Verweser der 2. Windecker Pfarrstelle in den Gemeindedienst ein. 1917 übernahm Carl Henß die 1. Pfarrstelle und das Metropolitanat. Am 28. Mai fand in der Marienkirche in Hanau die Gedächtnisfeier zum 100-jährigen Bestehen der Hanauer Union statt. Für das aus diesem Anlass erschienene Werk "Die Hanauer Union - Festschrift zur Hundertjahrfeier der ev.-unierten Kirchengemeinschaft im Konsistorialbezirk Cassel am 28. Mai 1918" wurde "der Herausgeber, Pfarrer und Metropolitan Henß, der vorzügliche Kenner der Hanauischen Kirchengeschichte" von der theologischen Fakultät der Universität Marburg zum Ehrendoktor der Theologie ernannt. Durch eine Vielzahl von Publikationen zu unterschiedlichen Themen in Tageszeitungen, Fachzeitschriften und Festschriften, ist er weit über die Grenzen seiner Wirkungsstätte hinaus bekannt geworden. Für die Windecker Kirchengemeinde hat er in mühevoller Detailarbeit die Trauungsbücher von 1577 an mit der Maschine abgeschrieben und ergänzt. Für die Stadt Windecken hat er 1938 die Festschrift zur 650-Jahr-Feier erstellt. Metropolitan D. theol. Carl Moritz Gottlieb Henß starb am 14. Juli 1938 in Windecken. Eine Biographie und eine Übersicht über sein literarisches Schaffen finden sich in der Arbeit "Literaturgeschichte der Stadt Nidderau" im 1998 erschienenen 2. Windecker Museumsheft der Heimatfreunde Windecken.


