Aktion Heimatshoppen: 


Alteingesessene Fachgeschäfte wie das Papiercenter Nidderau oder der neue Buchladen „Zeitraum“ am Marktplatz Windecken, Cafés und Gaststätten, Nidderbad und die Neue Mitte: Eine lebenswerte Stadt wird erst dann lebendig, wenn sie Raum für Begegnungen ermöglicht. Wenn die Stadt kurze Wege für die alltäglichen Dinge anbietet. Wenn es ein vielfältiges Angebot direkt vor der Haustür gibt. Genau dafür steht „Heimatshoppen“. Die von den Industrie- und Handelskammern initiierte Aktion macht darauf aufmerksam, dass jeder Einkauf, jeder Cafébesuch und jede in Anspruch genommene Dienstleistung vor Ort dazu beiträgt, die Stadt dauerhaft attraktiv und lebenswert zu halten.

 

Symbolisch für den gesamten stationären Handel in Nidderau haben Bürgermeister Andreas Bär, Wirtschaftsförderin Tanja Klähn und Amir Nimer von der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern die neu eröffnete Buchhandlung „Zeitraum“ von Andrea Euler besucht. Das Geschäft wird in seiner Startphase aus dem im Landeswettbewerb „Ab in die Mitte“ gewonnenen Preisgeld durch eine Brückenmiete unterstützt. Die Stadt leistet einen Beitrag, neue Angebote in der Innenstadt zu ermöglichen, Leerstände zu beleben und unternehmerisches Engagement vor Ort zu fördern.

 

Die Buchhandlung steht stellvertretend für die vielen Geschäfte, Dienstleistungsbetriebe, gastronomischen Angebote und weiteren Unternehmen in Nidderau. Sie alle prägen das tägliche Leben: Sie schaffen Arbeitsplätze, bieten persönliche Beratung, sichern Versorgung und machen die Ortskerne zu Plätzen, an dem Menschen nicht nur einkaufen, sondern sich treffen und wohlfühlen.

 

„Unsere Geschäfte sind weit mehr als reine Verkaufsstellen. Sie sind Teil unseres sozialen und wirtschaftlichen Lebens, sie schaffen Begegnungen und geben unserer Stadt ein Gesicht“, betont Bürgermeister Bär. „Mit unserem Einkauf entscheiden wir jeden Tag mit darüber, ob diese Vielfalt auch künftig erhalten bleibt. Deshalb ist es wichtig, die eigenen Einkaufsgewohnheiten bewusst zu hinterfragen und das Angebot vor Ort regelmäßig zu nutzen.“

 

Die neu eröffnete Buchhandlung zeigt, wie stationärer Handel auf die veränderten Erwartungen der Kundinnen und Kunden reagieren kann. Ein kleines, sorgfältig ausgewähltes Sortiment und Bestellservice sind selbstverständlich. Andrea Euler möchte den „Zeitraum“ zudem zu einem Ort des Austauschs machen. Geplant beziehungsweise angeboten sind Lesetreffs und Möglichkeiten, neue Literatur zu entdecken. Über eine Pinnwand mit Buchempfehlungen anderer Leserinnen und Leser können Kundinnen und Kunden Lesetipps weitergeben und sich inspirieren lassen. Die Buchhandlung erweitert das klassische Handelsangebot um Begegnung, Austausch und kulturelle Impulse. „Wir möchten, dass unsere Buchhandlung ein Ort ist, an dem Menschen gerne vorbeikommen, stöbern, miteinander ins Gespräch kommen und neue Geschichten entdecken“, sagt Andrea Euler.

 

Auch die Wirtschaftsförderung sieht in der Neueröffnung ein wichtiges Signal für die Entwicklung der Innenstadt. „Neue Geschäftsideen und engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer brauchen gute Rahmenbedingungen – insbesondere in der sensiblen Anfangsphase“, erklärt Tanja Klähn. „Die Brückenmiete ist ein konkretes Instrument, um diesen Start zu erleichtern. Gleichzeitig arbeiten wir weiterhin daran, Fördermittel für die Innenstadt einzuwerben und kreative, stationäre Angebote zu unterstützen. Unser Ziel ist ein vielfältiges Angebot in den Ortskernen, das für Bürgerinnen und Bürger, Gewerbetreibende und Gäste gleichermaßen attraktiv bleibt.“

 

 

Magistrat der Stadt Nidderau

16.10.2026

 

Andreas Bär

Bürgermeister