Mini-Supermarkt eröffnet: 


„Unsere Öffnungszeiten: täglich von 0 bis 24 Uhr“ steht an der Ladentüre. Erbstadt verfügt wieder über einen kleinen Supermarkt. „Stephanies nahkauf Box“ sichert ab sofort die Nahversorgung im kleinsten Nidderauer Stadtteil. Betreiberin Stephanie Ajola und Bürgermeister Andreas Bär weihten heute (13. April 2026) den sogenannten „Walk-in-Store“ ein. „Nahversorgung ist ein Stück Freiheit und ein Stück Sicherheit. Erbstadt gewinnt eine große Portion an Lebensqualität hinzu“, sagte Bär, der von „einem der schönsten Momente meiner bisherigen Amtszeit“ sprach.

 

Über 50 Bürgerinnen und Bürger, darunter Erster Stadtrat Rainer Vogel, zeigten sich neugierig, welche Angebote die an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr geöffnete Supermarktbox auf dem Parkplatz der Mehrzweckhalle zu bieten hat - vom Apfel bis zur Zahnbürste rund 800 Artikel auf knapp 39 Quadratmetern. Die Schwerpunkte des Sortiments sind laut Anja Löwe von der Rewe-Unternehmenskommunikation Eigenmarken, Bioprodukte und Waren von regionalen und lokalen Produzenten. Bezahlt wird mit EC- oder Kreditkarte. Personal gibt es nicht.

 

Die Nahkauf-Box in Erbstadt ist die dritte in Hessen, die elfte bundesweit. Der zweitgrößte Lebensmitteleinzelhändler Deutschlands spricht von einem Pilotprojekt für ein „flexibles Format, das die Versorgung mit Lebensmitteln und Drogerieartikeln in kleineren Gemeinden sicherstellen soll“. „Es gibt sehr viele Anfragen, aber wir setzen vorerst nur auf handverlesene Standorte“, erklärte Frank Henn, Rewe-Vertriebsleiter Region Mitte. Die Nidderauer Beharrlichkeit setzte sich letztlich durch.

 

Der erste Impuls für das Projekt erfolgte bereits im November 2020 durch einen Stadtverordnetenbeschluss. Nach vielen Absagen kontaktierte Bürgermeister Bär die Rewe-Group und fand in Stephanie Ajola, die den Nahkauf-Markt in Ostheim betriebt, eine Verbündete. „Ohne den Bürgermeister würden wir heute nicht hier stehen. Er hat das Projekt entscheidend vorangetrieben“, sagte Ajola. Bär gab die verbalen Blumen an Markus Maier weiter. Der Erbstädter Stadtverordnete habe stets „Dampf gemacht“.

 

„Es liegt an uns allen, dass der Markt eine Erfolgsgeschichte wird“, erklärte Bär. „Es ist ein Projekt mit Zukunft“, ergänzte Stephanie Ajola, deren Mitarbeiter Leon und Niko Lotz den 24/7-Markt betreuen werden. Nidderaus kleinster Stadtteil hat nach Jahren wieder einen eigenen Supermarkt - eine Aufwertung der Infrastruktur, ein Meilenstein für Erbstadt und Nidderau, über dessen Zukunft die Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Einkaufsverhalten abstimmen werden. Mit dem „Zukunftspreis Heimat“ wurde das Konzept bereits ausgezeichnet.

 

Magistrat der Stadt Nidderau

13.04.2026

 

Andreas Bär

Bürgermeister