Ein wenig Omaha in Nidderau, eine Firma nach dem Vorbild von Warren Buffetts Berkshire Hathaway, ein „freundlicher Investor“ für mittelständische Unternehmen auf der Suche nach einem Nachfolger: An diesem Prinzip orientiert sich die Clauss Capital AG. Die neue Firma um die Gründer Joshua Clauss, seinem Vater Johannes Clauss und Milan Reichl präsentierten Bürgermeister Andreas Bär im Rathaus Nidderau ihre Pläne.
„Die Rhein-Main-Region ist für uns das Zielgebiet. Die Stadt Nidderau befindet sich auf Wachstumskurs. Das ist unsere Grundlage, um Partner für viele regional tätige Unternehmen zu werden“, erklärt Joshua Clauss. Heimatverbundenheit und die Nähe zum Finanzplatz Frankfurt würden für das neue Projekt die optimalen Voraussetzungen bilden. Zumal die Unternehmerfamilie Clauss seit Generationen in Nidderau ansässig ist.
Städtisches Gesamtpaket zahlt sich aus
„Um es im Finanzjargon auszudrücken: Die Clauss Capital AG wird eine enorme Bereicherung für das Portfolio unserer Stadt sein“, sagt Bürgermeister Bär. Nidderau profitiere als Wirtschaftsstandort einmal mehr vom Gesamtpaket aus harten Standortfaktoren wie schnellem Internet und guter Verkehrsanbindung und weichen Standortfaktoren wie Lebensqualität, Versorgung und Freizeitangebot.
Die Geschäftsidee von Clauss Capital fußt auf der sich verschärfenden Nachfolgekrise im deutschen Mittelstand: Laut Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn stehen allein im Zeitraum 2026 bis 2030 rund 186.000 Unternehmen zur Übergabe an, viele davon im Rhein-Main-Gebiet. Die Nidderauer Unternehmerfamilie stellt sich dieser Herausforderung – mit der Gründung der Clauss Capital AG, einer langfristig orientierten Beteiligungsholding nach dem Vorbild von Warren Buffetts Berkshire Hathaway.
„Viele Inhaber haben ihr Lebenswerk über Jahrzehnte aufgebaut. Sie suchen keinen Finanzinvestor, der nach drei Jahren wieder verkauft, sondern einen Partner, der den Unternehmergeist weiterträgt und die Mitarbeiter schützt", erklärt Vorstandsvorsitzender Joshua Clauss. Gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Milan Reichl und seinem Vater, dem Serienunternehmer und Investor Johannes Clauss, will er regional verwurzelte Unternehmen übernehmen und langfristig weiterentwickeln.
Omaha-Prinzipien in Nidderau
Die Philosophie von Clauss Capital unterscheidet sich laut Clauss fundamental von klassischem Private Equity: keine Exit-Zwänge, keine aggressive Verschuldung, keine Austausch-Mentalität. Stattdessen setze das Gründerteam auf Partnerschaft, Kapitalallokation und Reinvestition – Prinzipien, die Joshua Clauss jedes Jahr auf der Berkshire-Hathaway-Hauptversammlung in Omaha vertiefe. „Warren Buffett hat aus einer Kleinstadt in Nebraska heraus Weltklasse-Unternehmen aufgebaut. Warum sollte das nicht auch aus Nidderau funktionieren?", so Clauss.
Johannes Clauss, Aufsichtsratsvorsitzender und erfahrener Unternehmer, begleitet den Vorstand als tatkräftiger Mentor: „Wir wollen Unternehmen nicht ausschlachten, sondern stärken. Das gelingt nur, wenn der Unternehmergeist erhalten bleibt und wir gemeinsam in die Zukunft investieren." Clauss Capital richte sich an profitable, inhabergeführte KMU, also kleinere und mittlere Unternehmen, die vor der Nachfolgefrage stehen. Typische Zielunternehmen erwirtschaften zwischen einer und zehn Millionen Euro Umsatz, sind oft über Generationen gewachsen und suchen einen verlässlichen Partner für die nächsten Jahrzehnte. „Wir zerstören keine Werte, um sie kurzfristig zu heben“, sagt Milan Reichl.
Magistrat der Stadt Nidderau
12.03.2026
Andreas Bär
Bürgermeister


