Ein helles Licht, Funken sprühen: 6.000 Watt, die Leistung von vier handelsüblichen Haartrocknern genügen, um zentimeterdicken Stahl millimetergenau zu schneiden. In der Fertigungszelle des CNC-gesteuerten Laserschneiders entstehen im Minutentakt Werkstücke auf Kundenwunsch. Nicht nur der Maschinenpark beeindruckte Andreas Bär beim Besuch der K. & M. Stier GbR. „Es überrascht mich immer wieder, wie viele extrem gut spezialisierte Betriebe es in unserer Stadt gibt“, sagte Nidderaus Bürgermeister nach einem Rundgang mit den Geschäftsführern Karl und Michael Stier.
Die Stiers sind Lohnfertiger für die Industrie und Zulieferer für Schlossereien. Schweißen, Laserschneiden, Abkanten und Entgraten sind die Fertigungsschritte. Spezialteile aus Nidderau sind in Fertigungsmaschinen verbaut, die Automobil-, Maschinenbau-, Verpackungs- und Lebensmittelindustrie am Laufen halten. „Wir sind ein gutes und gut aufgestelltes mittelständisches Unternehmen, das sich aus einer klassischen Schlosserei entwickelt hat“, sagt Michael Stier, Metallbauer mit der Fachrichtung Verfahrenstechnik.
Die Keimzelle bildete eine Garage in Nidderau. Michael Stiers Vater Karl begann dort 1982 mit Schlosserarbeiten. Über einen Abstecher nach Erbstadt fand der heute 74-Jährige ein Grundstück im Gewerbegebiet am Lindenbäumchen Heldenbergen. Im Jahr 2000 stieg Sohn Michael mit ein. Mittlerweile beschäftigt der Spezialist für Metallverarbeitung mit Laser- und Kanttechnik 24 Mitarbeiter, darunter drei Auszubildende zum Metallbauer. Die räumlichen Kapazitäten sind erschöpft. Vor einigen Jahren wurde eine benachbarte Halle als Zweigstandort angemietet.
Zur Stadtverwaltung habe man einen recht guten Draht, bestätigt Geschäftsführer Michael Stier: „Es passt!“ Nidderau punkte durch seine zentrale Lage und die gute Verkehrsanbindung, auch mit Bus und Bahn. „Welche Stadt dieser Größe ermöglicht es Mitarbeitern, so einfach mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit zu kommen?“
Magistrat der Stadt Nidderau
14.01.2026
Andreas Bär
Bürgermeister


