Anlieferung am Wertstoffhof:


Der Stuhl steht symbolisch für ein kleines Dilemma: Viel Metall als Gestell, obendrauf ein wenig Stoff, Rattan oder Plastik als Sitzfläche. Der Stuhl ist weder Sperrmüll noch Altmetall. Der Stuhl bereitet den Mitarbeitenden des Wertstoffhofs ein Problem. In seine beiden Fraktionen Altmetall und Sperrmüll getrennt, ist er aber ein Gewinn für alle. Die Stadt Nidderau appelliert an die Bürgerinnen und Bürgern, vor der Anlieferung das Abgabegut möglichst vollständig zu trennen. Container für Metall, Bauschutt, Restmüll, unbehandeltes Holz, behandeltes Holz, Papier, Flachglas, Gips und Reifen stehen auf dem neuen Betriebshof im Gewerbegebiet am Lindenbäumchen bereit.

 

„Es geht uns nicht darum, dass an einem Stück Altholz das Scharnier herausgeschraubt wird. Wo aber die Trennung einfach möglich ist, hilft das enorm“, sagt Benjamin Schweizer, Leiter des Wertstoffhofs. Der beispielhafte Stuhl bedeutet gleich in zweierlei Hinsicht eine Gefahr. Wenn zu viel Altmetall im Sperrmüll ist, behält es sich der Entsorger vor, die abgeholten Container nochmals zu sortieren – auf Kosten der Stadt Nidderau und damit der Bürgerinnen und Bürger. Dies gilt im Übrigen für alle stark vermischten Abfälle, die im Nachgang teilweise händisch getrennt werden müssen.

 

Das zweite Problem: Größere Metallteile können bei den Pressen der Sperrmüllcontainer zu Betriebsstörungen bis zum Ausfall führen. „Wir haben hier normalerweise 60 Kunden die Stunde, in Spitzenzeiten bis zu 100. Wenn die Presse ausfällt, müssen wir alle wieder wegschicken“, sagt Schweizer. Deshalb gilt auch: Das Auseinanderschrauben oder Trennen der Fraktionen auf dem Gelände des Wertstoffhofs würde den Betriebsablauf stören.

 

Der einfache Appell lautet: Alle angelieferten Gegenstände vorab in Fraktionen trennen, wenn der Aufwand vertretbar ist. Es ist eine Win-Win-Situation: Der kleine Beitrag zur Nachhaltigkeit reduziert Zeit und Kosten für alle.

 

 

Magistrat der Stadt Nidderau

13.10.2026

 

Andreas Bär

Bürgermeister