Tag des Waldes 2026: 


Anlässlich des Internationalen Tag des Waldes 2026, welcher jährlich am 21. März. gefeiert wird, hebt die Stadt Nidderau die wachsende Bedeutung einer nachhaltigen und multifunktionalen Waldbewirtschaftung hervor. Der diesjährige Aktionstag steht unter dem Motto „Wälder und Wirtschaft“ (engl. „Forests and Economies“) und rückt damit die ökonomische Bedeutung von Wäldern neben ihren vielfältigen ökologischen und sozialen Funktionen in den Fokus.

 

Die Stadt Nidderau sieht sich in ihrem eingeschlagenen Weg bestätigt: Im Zuge der fortlaufenden Zertifizierung nach FSC und Naturland konnten weitere Prozessschutzflächen im Stadtwald anerkannt werden. Diese Flächen werden gezielt aus der Nutzung genommen, um natürliche Entwicklungen zuzulassen und die Biodiversität nachhaltig zu fördern.

 

Ein besonderer Erfolg konnte auf einer Prozessschutzfläche im Erbstädterwald (Gemarkung Bönstadt) erzielt werden. Aufgrund der Lage innerhalb eines FFH-Gebietes (Fauna-Flora-Habitat) konnte hier die doppelte Ökopunktezahl angerechnet werden. Auf einer Fläche von rund 6,5 Hektar wurden so etwa 870.000 Ökopunkte generiert.

 

„Die Anerkennung zusätzlicher Prozessschutzflächen ist ein bedeutender Schritt für die ökologische Aufwertung unseres Waldes. Insbesondere die Fläche in Bönstadt zeigt, welches Potenzial in der Kombination aus Schutzgebieten und nachhaltiger Waldbewirtschaftung liegt“, erklärt Constantin Faatz, Fachdienstleiter Wald.

 

Neben den ökologischen und wirtschaftlichen Funktionen hat der Nidderauer Stadtwald eine herausragende Bedeutung für die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger. Er dient als wichtiger Erholungsraum, als regionaler Energielieferant durch nachhaltige Holzgewinnung und als Ort der Erinnerung und Verbundenheit mit der Natur. So ist der Stadtwald nicht nur Standort eines Bestattungswaldes, sondern wurde jüngst auch um einen sogenannten Geburtenwald erweitert, der Familien einen besonderen Ort für neue Lebensabschnitte bietet.

 

Gleichzeitig unterstreicht die Entwicklung des Ökopunktekontos die wirtschaftliche Dimension moderner Forstwirtschaft im Sinne des diesjährigen Mottos: Durch den kontinuierlichen Aufbau kann die Stadt Nidderau Ausgleichsmaßnahmen anbieten und daraus Einnahmen generieren.

„Mit unseren Naturschutzleistungen im Wald wirtschaften wir aktiv für die Zukunft unserer Kommune. Die Erlöse aus Ökopunkten zeigen deutlich, dass sich ökologische Aufwertung und wirtschaftlicher Nutzen sinnvoll ergänzen können – ganz im Sinne des diesjährigen Mottos ‚Wälder und Wirtschaft‘“, betont Umweltdezernent Rainer Vogel.

 

Die Stadt Nidderau positioniert sich damit als Vorreiterin einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung, die ökologische Verantwortung übernimmt, neue finanzielle Spielräume eröffnet und gleichzeitig den Stadtwald als wertvollen Lebensraum für die Menschen vor Ort stärkt.

 

 

Magistrat der Stadt Nidderau

23.03.2026

 

Andreas Bär

Bürgermeister