Würdevolle Feier für Sternenkinder in Nidderau: 


Mit einer bewegenden ökumenischen Feier haben der Arbeitskreis Sternenkinder, Familien, Angehörige und weitere Teilnehmende am Tag der Sternenkinder, dem 15. Oktober, an der Sternenkinder-Gedenkstätte auf dem Friedhof Heldenbergen der Kinder gedacht, die vor, während oder kurz nach der Geburt gestorben sind. Im Mittelpunkt standen Bäume als Sinnbilder für die bleibende Verbundenheit mit den Kindern und für Halt in der Trauer.

 

Bereits im Vorfeld der Feier gestalteten die Teilnehmenden Kerzengläser und Baumblätter aus Papier. Um 17 Uhr läuteten die Heldenberger Kirchenglocken zum Beginn der Feier. Die Sängervereinigung Windecken und Niklas Vogt am E-Piano begleiteten das Gedenken musikalisch.

 

Betrachtungen zu Eiche, Buche, Birke, Linde und Weide griffen unterschiedliche Erfahrungen von Verlust, Trost und Hoffnung auf. Anschließend hängten die Teilnehmenden ihre beschrifteten Blätter an Erinnerungszweige. „Jede Familie trauert anders. Mir ist wichtig, dass hier alle ihren eigenen Ausdruck finden dürfen: in einem Brief, einem gestalteten Blatt oder einfach in der Stille“, so Sibilla Deckenbach, Initiatorin der Gedenkstätte für Sternenkinder.

 

In einer gemeinsamen Prozession wurde die seit der letzten Gedenkfeier gesammelte „Himmelspost“ zur Feuerschale gebracht und verbrannt. „Trauer um ein Kind braucht Raum – auch in unserer Stadtgesellschaft. Mit der Gedenkstätte für Sternenkinder geben wir der Erinnerung einen festen, sichtbaren Platz“, erklärt Bürgermeister Andreas Bär, der allen Beteiligten der ökumenischen Feier herzlich für ihr Engagement dankt.

 

Mit Fürbitten, Gebet und Segen sowie dem Lied „Weißt du, wieviel Sternlein stehen“ endete die Feier. Anschließend blieb bei Tee und Kaffee Zeit für Begegnung und Gespräche.

 

Magistrat der Stadt Nidderau

26.10.2026

 

Andreas Bär

Bürgermeister