Neuer Wertstoffhof eröffnet: 


Eine Einbahnstraße ebnet ab sofort den Weg zur Entsorgung. Mit mehr Fläche, mehr Struktur, einer deutlich erhöhten Kapazität und einer geordneten Wegeführung wartet der neue Wertstoffhof der Stadt Nidderau auf. Die Sammelstelle an der Philip-Reis-Straße 21-23 im Gewerbegebiet am Lindenbäumchen im Stadtteil Heldenbergen steht seit Mittwoch (10. Juni) den Bürgern offen. Die Eröffnung erfolgte am Dienstag. Vertreter aus Politik und eine große Zahl an Bürgerinnen und Bürgern wohnten dem Festakt bei.

 

„Wir haben mehr Platz geschaffen, um es den Bürgern leichter zu machen“, sagte Bürgermeister Andreas Bär. Für einen schnelleren und reibungsloseren Ablauf soll vor allem eine neue „Verkehrsregelung“ sorgen. Eine zunächst zweispurige Einbahnstraße führt entlang der Wertstoffcontainer in einer S-Kurve zu den Abladestellen für Grünschnitt und Bauschutt. „Die Zeit des Rangierens wie auf dem alten Wertstoffhof ist vorbei“, erklärte Erster Stadtrat Rainer Vogel.

 

Der neue Wertstoffhof bedeutet im Vergleich zur alten Sammelstelle an der Siemensstraße einen Quantensprung. Die Fläche hat sich auf 2.945 Quadratmeter annähernd verdoppelt. Direkt am Eingang reihen sich Container für Altmetall, Restmüll, Sperrmüll, Holz, Altpapier und Matratzen. In direkter Nähe postierte Pressen ermöglichen es, gefüllte Container schnell zu entleeren.

Viel einfacher erfolgt das Abladen von Grünschnitt, Bauschutt und Sperrmüll. Äste, Laub und Grünes können jetzt direkt und ebenerdig vom Anhänger heruntergeschoben werden. Dafür wurde eine überdachte Halle errichtet. Ein Radlader übernimmt das Umfüllen in Container. Die Zeiten, in denen man erst eine Treppe heraufklettern musste, um Grünschnitt in den Container zu werfen, sind vorbei. Das Abladen von Bauschutt und Sperrmüll erfolgt in einer Abwurfzone direkt nach unten in die Container.

 

Bürgerfreundlicher und übersichtlicher: Mit dem Wertstoffhof hat die Stadt Nidderau ein klares Zeichen für Nachhaltigkeit in der Abfallentsorgung gesetzt. „Früher gab es gerade samstags oft Probleme. Der Andrang war so groß, dass wir einige Bürger nach Hause schicken mussten“, sagte Wertstoffhofleiter Benjamin Schweizer.

 

Trotz der geringen Entfernung von 400 Metern zum alten Gelände war der Weg zum neuen Wertstoffhof weit. Nach dem Ja der Stadtverordnetenversammlung im Jahr 2020 konnte die Bauarbeiten erst im September 2025 beginnen. Allein die erforderliche Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSch) erforderte fast zwei Jahre. Die größte Herausforderung bei den Bauarbeiten war die Topografie. Die beiden für den Wertstoffhof zusammengeführten Grundstücke hatten ursprünglich einen deutlichen Höhenunterschied. Die sehr gute und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Quadrat 36 Architektur aus Bad Soden-Salmünster führte letztlich zu einem klar strukturierten Komplex aus Containerstellflächen, Abwurfzonen, Grünschnitthalle mit Photovoltaikanlage, Waage sowie erweiterten Sanitär- und Umkleideanlagen für die Bediensteten. Die Stadt investierte 1,2 Millionen Euro.

 

Der Wertstoffhof ist freitags von 13 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr sowie 13 bis 16 Uhr geöffnet. Von März bis Ende Oktober stehen der Mittwoch und Donnerstag jeweils von 14 bis 18 Uhr als zusätzliche Anlieferzeiten zur Verfügung.

 

 

Magistrat der Stadt Nidderau

12.06.2026

 

Andreas Bär

Bürgermeister