Gemeinschaftliches Wohnen: 


In der Wohngruppe Ilex in Hanau-Kesselstadt leben Menschen zwischen 60 und 81

Jahren seit 2015 miteinander. „Lebenszeiten“ in Offenbach versteht sich seit 2007 als

generationenübergreifendes solidarisches Projekt für das Alter von 1 bis 90 Jahren:

Gemeinschaftliches Wohnen ist nicht neu, gewinnt aber zunehmend an Bedeutung.

Irmhild Neidhardt von der Vernetzungs- und Beratungsstelle für gemeinschaftliches

Wohnen Spessart und MKK gab im Rahmen einer Informationsveranstaltung im

Familienzentrum Nidderau Einblicke in verschiedene Formen dieser Wohnmodelle.

Als Alternative zum eigenen Häuschen ist gemeinschaftliches Wohnen gerade für ältere

Menschen, die selbstbestimmt leben möchten, und junge Familien mit begrenztem Budget

eine Option. Eine lebendige Nachbarschaft, sich gegenseitig unterstützen, das

Wohnumfeld gemeinsam gestalten: Die Modelle sind vielfältig. Die Grundidee ist, dass die

Privatsphäre der Haushalte erhalten bleibt, aber gemeinschaftlich genutzte Flächen für

Aktivitäten zur Verfügung stehen, erläuterte Neidhardt, betonte aber auch: „Das

Zusammenleben erfordert Offenheit, Kommunikationsbereitschaft und

Kompromissfähigkeit.“

„Diese Orte der Begegnung zeichnen gemeinschaftliches Wohnen aus und geben die

Chance für ein Mehr an sozialen Kontakten und Nachbarschaftshilfe“, sagte Nidderaus

Bürgermeister Anderas Bär. Mehrgenerationenhäuser, Wohngruppen oder

Baugemeinschaften in der Rechtsform von Genossenschaften,

Eigentümergemeinschaften oder Vereinen: Die Optionen sind vielfältig. Irmhild Neidhardt

berät Interessenten bei der konkreten Ausarbeitung eines Konzepts. Den Kontakt stellen

Christiane Marx vom Fachdienst Senioren & Ehrenamt (06187/299-155) und Tanja Klähn

vom Fachdienst Wirtschaftsförderung & Stadtmarketing (06187/299-220) her. Auch

Eigentümer, die interessiert sind, ihr Gebäude für diese Wohnform zur Verfügung zu

stellen, können sich hier melden.


 

 

Magistrat der Stadt Nidderau

22.07.2026

 

Andreas Bär

Bürgermeister