Gerhard Polt und die Well-Brüder aus`m Biermoos kommen nach Nidderau

22.10.2020, 20:00 - 22:30 Uhr

Die Well-Brüder aus´m Biermoos kommen mit dem großen Polt nach Nidderau.

Wer Sie kennt, weiß, dass Sie nicht so oft ihre Heimat verlassen um ins schöne Hessen zu kommen- aber es ist vollbracht- durch gutes Zureden kommen die Well-Brüder mit Gerhard Polt mal wieder nach Nidderau! Mit ihrem Programm „Im Abgang nachtragend“ können wir uns auf zahlreiche Lieder, gute Musik und G´schichten aus dem Leben, spitzzüngig von Gerhard Polt und den Well Brüdern präsentiert, freuen. Und das ist eine ganz besondere Ehre. Die Geschwister Karli, Michael und Stofferl (Christoph) Well vormals bekannt als Biermösl Blosn, nennen sich heute Wellbrüder aus´m Biermoos. Für ihre bissig-fröhliche Show mit Trompete, Klarinette, Tuba, Drehleier, Banjo, Gitarre und Steirisches Akkordeon sowieso, Cello, Bariton, Solo-Brummtopf und Alphorn sollte man sich schon mal auf einiges für die Augen und Ohren gefasst machen. Der Kabarettist Gerhard Polt setzt dem Ganzen die Krone auf. Wer Polt kennt, weiß, da bleibt kein Auge trocken, aber auch manchmal das Lachen im Halse stecken. Garantiert auf bestem gesellschaftlichen und politischem Niveau wird das Publikum sein „Polt-Well´sches Wunder“ erleben.

Donnerstag, 22.10.2020, 20:00 Uhr Kultur – und Sporthalle Nidderau-Heldenbergen,

Vorverkauf Bürgerbüro der Stadt Nidderau und online unter www.nidderau.de /Veranstaltungskalender ab 1. 4 2020, 27.- € , Abendkasse 31.- €.

 

Karli Well

Die Nr. 12 in der Geschwisterfolge spielt Klarinette, Steirisches Akkordeon, Gitarre, Saxophon, Kontrabass, Blockflöte, Brummtopf und Alphorn. Er ist Schreiner, staatlich geprüfter Kindergärtner und Erzieher, Häuserrestaurator und außerdem der Tontechniker und Soundexperte der drei. Zudem hat er sich in jahrelanger Arbeit den Ruf des Lieblingsonkels bei seinen zahlreichen Neffen und Nichten erkämpft.

Für die Well-Buam Tanzlmusik erlernte er mit 10 Jahren Klarinette. Von 1979 bis 1981 trat er häufig mit den Mehlpriemeln aus dem Donauried auf und  in den darauf folgenden 8 Jahren war er festes Gruppenmitglied bei den Gugelhupfern mit denen er sogar einen Kleinkunstpreis bekam. Zwar nicht den Deutschen aber immerhin den Österreichischen.

Im zarten Alter von 12 Jahren begann er mit dem Rauchen und durchquerte als Frühpensionist mit 50 den afrikanischen Kontinent auf dem Motorrad. Desaströse Straßenverhältnisse, unzählige Pannen, höchste Pässe und Beipässe konnten ihn nicht aufhalten.

2012 gründete er mit seinen Brüdern Stofferl und Michael die Well Brüder aus’m Biermoos, als Nachfolgeformation der Biermösl Blosn.

Michael Well

Der 13. Spross der Familie Well spielt die Tuba, Drehleier, Banjo, Gitarre und Steirisches Akkordeon sowieso, Cello, Bariton, Solo-Brummtopf und Alphorn.

Bei seinem Bruder Stofferl lernte er anfangs Tenorhorn spielen. Nachdem sich dieser jedoch als Lehrer unmöglich aufführte, flüchtete er zu Tom Walsh von den Münchner Philharmonikern. Dieser äußerst geduldige Mensch schulte ihn auf Tuba und Bariton um. Als 12 Jähriger ersetzte er Hans Well bei den Well-Buam.

Sein Beruf ist eigentlich Sozialpädagoge und Kindergärtner, aber seine Berufung ist Tanzmeister und das Management der drei Brüder aus’m Biermoos, der Wellküren, Geschwister Well, Wellbuam, NouWellcousines, Bäsle-Quartett, der afrikanischen Gumboot-Tanz- formation „Corroboration“ und von Gerhard Polt. Er ist der eigentliche Imperator des Wellperiums. Bei ihm laufen alle Fäden zusammen. Er ist Archivar und Pfleger des Biermösl Blosn Nachlasses.

Sein virtuoses Drehleierspiel machte ihn weit über die Grenzen Deutschlands (von Tokio bis Kapstadt und Hausen) weltberühmt und berüchtigt.

Stofferl Well

Christoph Well wurde als 14. von 15 Kindern der Lehrersfamilie Well 1959 in Günzlhofen geboren. Mir drei Jahren trat er zum ersten Mal mit seinen Eltern und Geschwistern öffentlich auf. Mit neun erhielt er von seinem Bruder eine Trompete um es sich selbst beizubringen und bei der Tanzlmusi mitzuspielen. Nach der Mittleren Reife studierte er an der Musikhochschule München Trompete.

Mit 18 wurde er Solotrompeter bei den Münchner Philharmonikern. Auf Grund einer Herzoperation gab er diese Stelle mit 21 Jahren auf und erlernte mit einem Stipendium von Maestro S. Celibidache an der Hochschule für Musik München Harfe. Vom 17. bis 52. Lebensjahr spielte er mit seinen Brüdern Michael und Hans in der Biermösl Blosn.

Nach deren Auflösung gründete er mit Michael und Karl Well die Formation „Wellbrüder aus’m Biermoos“, die zusammen mit den Wellküren als „Geschwister Well“ auftreten. Er veröffentlichte zahlreiche Lieder- und Musikbücher, gestaltet für den BR eine Radio- und eine Fernsehsendung, macht Filmmusik, liest in einem Programm mit dem „Bäsle-Quartett“ Mozarts berühmte Bäsle-Briefe und ist als Musiker von Danzig, Ebenried, Venedig, Ingolstadt bis Palermo unterwegs.

Seine musikalische Heimat ist die bairische Volksmusik, deren Weiterentwicklung und Lebendigkeit ihm ein großes Anliegen ist.

 

Gerhard Polt

Polt begann seine Karriere mit einer Hörspielproduktion des Hessischen Rundfunks, Als wenn man ein Dachs wär’ in seinem Bau. Darin spielte er die Rollen von mehr als 30 verschiedenen Personen, die durch Maßnahmen der Stadtsanierung aus ihrer angestammten Umgebung, der Münchner Amalienstraße, vertrieben werden. Seinen ersten Bühnenauftritt hatte Polt 1975 mit dem kabarettistischen Programm der Kleinen Nachtrevue in der Münchner Kleinen Freiheit. Es folgten große Publikumserfolge an den Münchner Kammerspielen (u. a. Diridari und Tschurangrati), die er mit dem Regisseur Hanns Christian Müller realisierte und in denen u. a. auch Dieter Hildebrandt, Otto Grünmandl und Gisela Schneeberger mitwirkten.

Einem größeren Publikum wurde Polt durch seine zwölfteilige Sketchreihe Fast wia im richtigen Leben bekannt. Seine Partnerin in diesen vom Bayerischen Rundfunk produzierten und 1979 erstmals ausgestrahlten Sendungen war Gisela Schneeberger. Es folgten (ebenfalls in Zusammenarbeit mit Hanns-Christian Müller) Kinofilme wie Kehraus, Man spricht deutsh und Germanikus.

1979 wurde ein Manuskript Polts für die Sendung Einwürfe aus der Kulisse von Redakteuren des ZDF um einige kritische Stellen über Friedrich Zimmermann („Old Schwurhand“) gekürzt.[5] Polt revanchierte sich ein Jahr später bei der Verleihung des Deutschen Kleinkunstpreises, die vom ZDF übertragen wurde. Da ihm erneut verboten worden war, Zimmermann zu erwähnen, füllte er die ihm als Preisträger für eine Rede eingeräumten 10 Minuten damit, dass er schwieg und lediglich sporadisch darauf hinwies, wie viele Minuten seiner Redezeit bereits vergangen waren.[6] Ebenfalls 1980 trat er als Gast in der ersten Folge des Scheibenwischers auf und nahm dort erneut Bezug auf die Auseinandersetzung mit dem ZDF. Er sprach über Satire im Fernsehen und zitierte den Programmdirektor mit der Aussage, „die Satire soll die Wirklichkeit nicht überzogen widerspiegeln“.[7]

In seinen Rollen spielt Polt oft den engstirnigen und wenig reflektierenden Bürger, der mit großer Selbstverständlichkeit seine Meinung kundtut. Dabei bedient er sich auch gern bestimmter Klischees: die Intoleranz der Deutschen („Toleranz ist kein deutscher Begriff“), die deutsche Fremdenfeindlichkeit („der Asiate schmutzt nicht“). Aber auch Intellektuelle, Neureiche, Beamte oder Politiker werden von ihm pointiert dargestellt.[8]

Viele seiner Bühnenauftritte absolvierte Polt zusammen mit der Biermösl Blosn.[9]

1990 wirkte er zusammen mit der Biermösl Blosn an dem Toten-Hosen-Album Auf dem Kreuzzug ins Glück mit. Am Ende des Jahres 2005 tourte er mit den Toten Hosen und der Biermösl Blosn durch verschiedene Theater und Opernhäuser und spielte unter der Regie von Hanns Christian Müller das Programm Abvent. Anlässlich seines 70. Geburtstages zeigte das Literaturhaus München vom 2. März bis 15. Juli 2012 eine Ausstellung mit dem Titel Braucht’s des?! – Gerhard Polt zum 70sten (Kuratorin: Sandra Wiest)[10].

(Polt Beitrag aus Wikipedia)


Zeit

20:00 - 22:30 Uhr

Veranstaltungsort

Kultur- und Sporthalle Heldenbergen

Veranstaltungkategorie