„Eine Institution der Feuerwehr ist für immer von uns gegangen“, drücken Nidderaus Bürgermeister Gerhard Schultheiß und Stadtbrandinspektor Christopher Leidner ihr Beileid zum Tode von Ehrenstadtbrandinspektor Karlfried Mörschel aus, der am 22. Juli im Alter von 86 Jahren verstorben ist.

Mörschel war mit Leib und Seele sein Leben lang ein Feuerwehrmann. Er trat 1954 in die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Eichen ein und formte dort 35 Jahre lang als Wehrführer und 1. Vorsitzender den Standort. 1973 wurde er zum Stadtbrandinspektor gewählt und war mit 25 Dienstjahren in dieser Position zudem der Feuerwehrchef mit der längsten Dienstzeit in Nidderau. Unter seiner Führung wurden zahlreiche Fahrzeuge und Gerätschaften angeschafft sowie Feuerwehrhäuser modernisiert oder renoviert. Mörschel hat die Feuerwehr Nidderau geprägt und zu dem gemacht, was sie heute noch ist.

Durch sein Engagement bei den internationalen Feuerwehrwettkämpfen war er weit über die Kreisgrenze hinaus bekannt, genoss in vielen Ländern ein hohes Ansehen und war äußerst beliebt. Die ehemalige ungarische Partnerstadt Kurd hatte ihn sogar zum Ehrenbürger ernannt.

„Völlig zu Recht wurde er zum Ehrenstadtbrandinspektor, Ehrenwehrführer und Ehrenvorsitzenden ernannt“, betonen Schultheiß und Leidner: „Das ist in Nidderau einzigartig und drückt die hohe Wertschätzung gegenüber Karlfried Mörschel aus.“

„Wir werden Karlfried immer in Erinnerung behalten und danken ihm für alles, was er für uns getan hat“, so Max Gruber, stellvertretender Wehrführer aus Eichen. „Worte können allerdings unseren Dank nur unzureichend zum Ausdruck bringen.“, ergänzt Leidner.