Gesucht wird ein*e gemeinnützige*r Träger*in eines Natur- und Waldkindergartens nach Maßgabe der §§22 und 22 a SGB VIII in Verbindung mit den Bestimmungen des hessischen Kinder- und Jugendhilfegesetzbuches (HKJGB) und den dazu erlassenen Rechtsverordnungen, soweit sie für freie Träger der Jugendhilfe bindend sind.

Das Angebot eines „Natur- und Waldkindergarten“ soll neben einem klar strukturierten Tagesablauf Kindern vor allem viel Zeit für ein selbstorganisiertes Spiel, ohne konventionelles Spielzeug, in und mit der Natur bieten.

Ziel ist die Förderung von: Konzentration und Teamfähigkeit, Bewegungs-, Orientierungs- und Reaktionsfähigkeit, Phantasie und Sprachentwicklung sowie ein gestärktes Umweltbewusstsein. Die vielfältigen Möglichkeiten sich in der Natur als selbstwirksames Wesen zu erfahren, fördern das Zutrauen des Kindes in die eigenen Fähigkeiten.

Der zukünftige Natur- und Waldkindergarten soll die Betreuung einer Regelkindergartengruppe von max. 20 Kindergartenkindern im Alter 3-6 Jahren in der Zeit von 8:00 – 15:00 Uhr mit Mittagsverpflegung bereitstellen.

Für die Auswahl, Anstellung und Dienstaufsicht des Personals ist der Träger als Dienstgeber allein zuständig. Die Bezahlung des Personals muss gemäß TVöD-SuE erfolgen.

Der Natur- und Waldkindergarten soll innerhalb der Gemarkungsgrenzen Nidderaus etabliert werden, bei der Bereitstellung oder Suche nach einem geeigneten Grundstück wird die Stadt Nidderau unterstützen.

Der Träger ist gehalten, für die Benutzung der Natur – und Waldkindergartens analog der Regelungen der jeweils gültigen städtischen Kostenbeitragssatzung Elternkostenbeiträge zu erheben.

Die Stadt Nidderau fördert den Betrieb eines Natur- und Waldkindergartens im Rahmen einer Defizitdeckung. Fördergrundlage ist eine vom Träger zu beantragende gültige Betriebsgenehmigung.

Gefördert werden folgende Betriebskosten: Personalkosten, anteilig Kosten für Fortbildung, Sach- und Verwaltungskosten.

Ausgenommen davon sind Aufwendungen für die im Zusammenhang mit der Mittagsbetreuung bereitzustellende Mittagsverpflegung. Sie müssen kostendeckend kalkuliert und an die Eltern kostendeckend umgelegt werden.

Landesförderungen sind vom Träger zu beantragen. Die Beitragsfreibeträge gemäß § 32 c Kifög werden nicht an den Träger weitergeleitet.

Einer schriftlichen Interessensbekundung ist eine Kalkulation aller Betriebskosten/-Einnahmen eines Jahres beizufügen.

Zum Interessensbekundungsverfahren