Amtliche Bekanntmachung – Fundsachen

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Aufforderung der Berechtigten im Hinblick auf Fundsachen gemäß § 980 BGB

(Bürgerliches Gesetzbuch)

Beim Fundbüro der Stadt Nidderau Tel. 06187/299-132 oder 138 wurden in den Monaten April – Juni 2018 folgende Fundgegenstände abgegeben:

• 3 Fahrräder

• 1 Kinderrad

• 1 Herrenuhr

• 1 Damenuhr

• diverse Schmuckstücke

• diverse Schlüssel/Schlüsselbunde/Brillen

Wer Eigentums- oder Besitzrechte geltend machen will, wird hiermit öffentlich aufgefordert, seinen Anspruch bis zum 05.02.2019 anzumelden.

Sollte dies bis zum o. a. Termin nicht geschehen, so verliert er nach den Regelungen über Fundsachen (§ 965 ff. BGB) sein Eigentumsrecht an der betreffenden Fundsache.

08.01.2019

Gerhard Schultheiß

Bürgermeister

Amtliche Bekanntmachung

Sperrung der L 3009 im Bereich Freiligrathring zwischen Glockenstraße und Ostheimer Straße wegen Durchführung von Tiefbau-/Asphaltarbeiten

Im Bereich der Landesstraße L 3009, Freiligrathring zwischen Glockenstraße und Ostheimer Straße im Nidderauer Stadtteil Windecken werden Tiefbau- und Asphaltierungsarbeiten durchgeführt. Deshalb wird in der Zeit vom Mo., den 14.01.2019 bis Sa., den 19.01.2019 dieser Straßenbereich voll gesperrt. Der Anliegerverkehr ist aus beiden Fahrrichtungen bis zum Baustellenbereich frei gegeben. Im Bereich der Baustelle besteht keine Wendemöglichkeit. Die Umleitung erfolgt in beide Fahrtrichtungen über die Wartbaumstraße und Eugen-Kaiser-Straße. Im Bereich der Umleitungsstrecke wird ein beidseitiges, versetztes Haltverbot in beide Fahrtrichtungen eingerichtet.

Für die Buslinien gilt folgende Änderung:

Die Haltestellen „Hochmühle“ und „Feuerwehrhaus“ werden während der Baumaßnahme nicht angefahren. Auch die Busse werden die Umleitungsstrecke fahren. In Richtung Heldenbergen werden in der Wartbaumstraße, Höhe Höhenstraße und in der Eugen-Kaiser Straße, Höhe Ev. Gemeindehaus Bedarfshaltestellen eingerichtet. In Richtung Ostheim werden die Haltestellen „Friedhof Windecken“ und „Erfurter Straße“ genutzt.

Die Anfahrt der Müllfahrzeuge ist gewährleistet.

Stadt- und Bürgerwald sind Wirtschaftsfaktoren für die Stadt

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„Spaziergänger, Jogger und Radfahrer sollten sich unbedingt von den Gebieten im Stadt- und Bürgerwald fernhalten, die wegen Baumfällarbeiten derzeit und in den nächsten Wochen deutlich sichtbar mit Hinweisbändern gesperrt sind. Es besteht akute Lebensgefahr“, beschwor Revierförster Udo Kaufmann potenzielle Waldbesucher. Bürgermeister Gerhard Schultheiß und Stephan Willems, bei Hessen Forst als Produktionsleiter für die Holzvermarktung zuständig, konnten diesen Appell bei einer Rundfahrt nur bekräftigen. Welche Gefahr vom Baumfällen ausgehen kann, demonstrierten zwei Waldarbeiten an einer etwa 30 Meter hohen Buche, die gezielt quer auf einem Waldweg niederging. Die Fällarbeiten im Winter sind Teil der Waldbewirtschaftung nach einem Zehn-Jahres-Plan, bei der pro Hektar etwa zehn Prozent des Bestands von etwa 300 Bäumen eingeschlagen werden, erläuterte Kaufmann, der seit 25 Jahren den Nidderauer Wald betreut.

Dass richtige Waldbewirtschaftung auch gute Erträge einfahren kann, zeigte sich an anderer Stelle, wo Eichenstämme auf ihren Abtransport warten. „Diese Stämme mit Premiumqualität. Vor allem zur Herstellung von hochwertigem Furnier wurden sie per Submission zu Preisen bis zu 1200 Euro pro Festmeter verkauft“, berichtete Stephan Willems. 40 bis 50 Anbieter hatten sich zuvor die Stämme vor Ort angesehen und ihre Gebote abgegeben, von denen das lukrativste den Zuschlag erhielt, so das Prozedere. Weniger hochwertiges Eichenholz erzielte trotzdem noch bis zu 500 Euro pro Festmeter und wird von den Aufkäufern zum Beispiel zu Barrique-Weinfässern verarbeitet. Noch tritt Hessen Forst als Vermarkter von Holz auf, stellte Bürgermeister Gerhard Schultheiß fest, das werde sich aber mit Stichtag 1. Oktober 2019 ändern, dann müssten die Kommunen und privaten Waldbesitzer sich selbst um den Verkauf kümmern, weil das Bundeskartellamt einen Verstoß gegen das Gesetz der Wettbewerbsbeschränkung festgestellt habe. „Die Stadt Nidderau, die mit der Vermarktung durch Hessenforst immer sehr gut gefahren ist, muss sich jetzt nach Partnern umsehen, denn allein können wir den Verkauf nicht stemmen“, stellte der Rathauschef fest und kündigte zeitnahe Beratungen über dieses Thema unter Hinzuziehung der Forstfachleute in den zuständigen Gremien an.

„Erst kam im Januar das Orkantief ‚Frederike‘ und dann die extreme Trockenheit, das hat dem Kiefernbestand den letzten Rest gegeben“, berichtete Revierförster Kaufmann vor Ort in einem deutlich geschädigten Waldstück von etwa 3,6 Hektar Größe. Rund 75 Prozent der Kiefern sind dort vom Borkenkäfer befallen, dessen Larven nun im Boden überwintern und im Frühjahr sich über die noch nicht geschädigten Bäume hermachen werden, prophezeite Kaufmann. „Lediglich ein richtig nasser Winter könnte einen Großteil der Larven abtöten“, so der Revierförster. Trotzdem müsse man jetzt handeln und die befallenen Bäume so schnell wie möglich aus dem Wald holen. Allerdings ergibt sich wegen der immensen Menge an Käfer- und Sturmwurfholz, die in diesem Jahr in Hessen anfallen, ein massives Vermarktungsproblem. „Ich rechne damit, dass nach Abzug der Erntekosten mit etwa 25 Euro lediglich ein Drittel des üblichen Marktpreises erlöst werden kann“, stellte Stephan Willems fest. Da das Gebiet aber zügig wieder – allerdings mit Eiche oder Buche – aufgeforstet werden muss, fallen zusätzliche Kosten an, die im Waldwirtschaftsplan so nicht vorgesehen sind. „Wenn wir Glück haben, dann werden Ernte, Verkauf und Wiederaufforstung ein Nullsummenspiel“, wagte Udo Kaufmann eine Prognose.

„Stadt- und Bürgerwald dienen der verschiedensten Nutzung: Naherholung, Luftverbesserung, Jagd, Ruhewald und natürlich der Waldwirtschaft. Künftig – vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Gremien – auch als Waldkindergarten. Die Erträge durch Holzverkauf sind für die Stadt eine willkommene Einnahme, dafür muss aber auch viel getan werden“, stellte Bürgermeister Gerhard Schultheiß am Ende der Befahrung fest.

Bekanntmachungen

Sportler- und Kleintierzüchterehrungen im neuen Format

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Anlässlich des Neujahrsempfangs 2019 am 27. Januar, in der Kultur- und Sporthalle, werden erstmalig auch Mitglieder von Nidderauer Vereinen geehrt, die im Jahr 2018 hervorragende Leistungen bei Einzel- oder Mannschaftswettbewerben auf Landes-, Bundes- oder internationaler errungen haben. Damit wird die jährliche Sportler- und Kleintierzüchterehrung ab dem Jahr 2019 in dieses Format integriert. Die ortsansässigen Vereine sind bereits informiert. Diejenigen, die den ortsansässigen Vereinen nicht angehören aber im Stadtgebiet Nidderau ansässig sind und ebenfalls hervorragende Leistungen erbracht haben, können das Meldeformular bei der Stadtverwaltung Nidderau unter info@nidderau.de anzufordern.

Bekanntmachungen

Fahrplanwechsel in Nidderau

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Am 09.12.2018 findet der Fahrplanwechsel statt. In Nidderau sind folgende wichtige Fahrplananmerkungen zu beachten: Die Linie 562 bindet die Stadtteile Heldenbergen, Windecken und Ostheim über Bruchköbel nach Hanau im Stundentakt an. Die Anbindung der Stadtteile Erbstadt und Eichen erfolgt mit der Linie MKK-45.2 und RB 49. Für die Schulen in Hanau, Bruchköbel und Nidderau bestehen weiterhin umsteigefreie Direktfahrten mit der Linie 42 S sowie zusätzliche Zubringerfahrten zur Regionalbahn an den Bahnhöfen Nidderau und Ostheim. Die Linie MKK-45.1 bindet wie die bisherige Stadtbuslinie die Wohnbereiche von Heldenbergen an den Bahnhof Nidderau-Heldenbergen an. Zusätzlich werden die wachsenden Wohnbereiche Neue Mitte und Allee Süd neu erschlossen. Die Linie MKK-45.2 übernimmt die Anbindung der Stadtteile Eichen und Erbstadt an den Stadtteil Heldenbergen und die Bahnhöfe Eichen und Ostheim. Über diese Anbindung können die Städte Bruchköbel und Hanau sowie weitere Ziele im Rhein-Main-Gebiet erreicht werden. Die Linien MKK-45.1 und MKK-45.2 sind ohne Umsteigen miteinander am Rathaus verknüpft. Die Linie MKK-45.3 stellt die Verbindung zwischen Ostheim, Windecken und Heldenbergen her und ergänzt in der Hauptverkehrszeit das Angebot an die Bahnhöfe in Heldenbergen, Windecken und Ostheim. Mit dem neuen Nidderau-Stadtbus-Konzept wird somit das Angebot auf alle Nidderauer Stadtteile erweitert. Die Anbindung an die Nahversorgungszentren und die Bahnhöfe – und somit ein besserer Anschluss an die Regionalbahnen RB 34 und RB 49 wird erreicht. Die Expressbuslinie X 27 des RMV’s wird ab Fahrplanwechsel im Dezember 2018 über Karben bis Nidderau Bahnhof verlängert. Sie bindet die Stadtteile Heldenbergen und Windecken künftig über Karben, Bad Homburg und Oberursel bis Königstein an. Sollten Eltern oder deren Kinder Informationen zu künftigen Schulverbindungen, insbesondere über die neuen Verbindungen zu den Hanauer Schulen benötigen, wird gebeten, die eigens dafür eingerichtete Microsite unter www.kvg-main-kinzig.de/fahrplanaenderung zu nutzen oder unter der Rufnummer 06181/9192-0 Kontakt aufzunehmen. Informationen zu aktuellen Änderungen, wie zum Beispiel Baustellen gibt es auf der Internetseite unter www.kvg-main-kinzig.de.

 

Kindersegen in Windecken

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Am 11. April wurde mit Richard das siebte Kind von Vita und Marius Grabowski geboren. Nun hat Bürgermeister Gerhard Schultheiß in Vertretung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dem Ehepaar die Ehrenpatenschaft des Staatsoberhaupt überreicht. Eine von Steinmeier persönlich unterzeichnete Urkunde, ein Bild samt Autogramm und 500 Euro nahmen die glücklichen Eltern im Rathaus entgegen. Der Bürgermeister hatte noch weitere Präsente für die drei Jungs (21, 19 und 14) sowie die drei Mädchen (11, 7 und 3) dazugelegt. Seit 1988 wohnen die aus Oberschlesien als Spätaussiedler nach Deutschland gekommene Grabowskis in Nidderau, zunächst in Eichen, seit vielen Jahren nun in Windecken. „Die Einrichtungen in der Stadt sind eine perfekte Mischung für Familien, Kinderbetreuung und Schulen sind super, wir werden hier nicht mehr wegziehen“, betonte Marius Grabowski, der in Frankfurt arbeitet. Der jüngste Nachwuchs der Großfamilie ließ sich bei der kleinen Zeremonie im Magistratszimmer und beim anschließenden Fototermin nicht aus der Ruhe bringen.  „Nachts schläft der muntere Junge durch, wenn er seine Flasche bekommen hat“, berichtete Vita Grabowski.

Bildtext: Das Ehepaar Marius und Vita Grabowski mit Sohn Richard (von links) erhielt von Bürgermeister Gerhard Schultheiß die Urkunde über die Ehrenpatenschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Rathaus überreicht.

 

Kombinierter Feld-/Radweg zur Naumburg und nach Erbstadt eröffnet

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Als eines der letzten Projekte des Flurbereinigungsverfahrens im Rahmen des Baus der Umgehung Nidderau ist nun mit Verspätung der kombinierte Feld-/Radweg zur Naumburg und nach Erbstadt offiziell eröffnet worden. „Manchmal dauert es eben etwas länger, bis Vorhaben umgesetzt werden“, kommentierte Bürgermeister Gerhard Schultheiß die Verzögerung der Fertigstellung. Schon vor Jahrzehnten habe man eine Verbindung nach Erbstadt durch das Krebsbachtal schaffen wollen, doch die Unteren Naturschutzbehörden hätten dem einen Riegel vorgeschoben. Nun sei die Verbindung nach Erbstadt durchgängig asphaltiert. Man habe die bestehende Feldwegtrasse für den Ausbau als Grundlage genommen, betonte Erster Stadtrat Rainer Vogel. Er kündigte an, dass die Verwaltung demnächst eine überarbeitete Feldwegsatzung vorlegen werden, um das Miteinander von Landwirtschaft und Radfahrern, von denen er gegenseitige Rücksichtnahme forderte, eindeutig zu regeln. „Selbst mit Mobilitätsfahrzeugen wie einem Elektrorollstuhl ist die Strecke nun gut zu bewältigen“, fügt Vogel hinzu. Kapazitätsprobleme bei der ausführenden Firma und schlechte Witterung hätten zur verzögerten Fertigstellung geführt, so Verfahrensleiterin Claudia Kaiser vom Amt für Bodenmanagement Büdingen als federführende Behörde. Der 1,4 Kilometer lange Abschnitt habe auf einem Kilometer eine Ausbaubreite von 3,5 Meter und jeweils 70 Zentimeter breite Bankette. Die restlichen 400 Meter seien auf 3 Meter ausgebaut worden, dort betrage die Bankettbreite beiderseits 50 Zentimeter. Insgesamt seien Kosten in Höhe von 183 500 Euro entstanden, EU, Bund und Land übernehmen davon 100 925 Euro, die Stadt musste 82 575 Euro beisteuern. Die Bauzeit war von November 2017 bis Juli 2018.

 

Bürgermeister Gerhard Schultheiß, Jürgen Boehm (Vorsitzender Arbeitskreis Radwege), Erster Stadtrat Rainer Vogel und Verfahrensleiterin Claudia Kaiser (von links) eröffnen offiziell den kombinierten Feld-/Radweg zur Naumburg und nach Erbstadt.

Neues Selbstbedienungsterminal Speed Capture Station im Bürgerbüro

Das Bürgerbüro der Stadt bietet einen neuen Service zur Beantragung von Reisepässen und Personalausweisen an: die Speed Capture Station. Mit diesem Selbstbedienungsterminal können Bürgerinnen und Bürger ihre biometrischen Daten – wie Passfoto und Fingerabdrücke – selbst erfassen, bevor sie den Antrag auf einen Personalausweis oder Reisepass im Bürgerbüro stellen. Damit fällt die zeitintensive Erfassung der verschiedenen Biometrie Daten beim Sachbearbeiter des Bürgerbüros weg. Die Benutzer stehen während der Datenerfassung vor dem Terminal der Speed Capture Station. Das Gerät stellt sich automatisch auf die Körpergröße ein, so dass das Terminal auch problemlos von Rollstuhlfahrern und zur Beantragung von Ausweisen und Pässen für Kinder genutzt werden kann. Einfache, visualisierte Bildhinweise führen durch den Erfassungsprozess. Dieser beginnt mit der Aufnahme des Fotos, danach werden die Fingerabdrücke erfasst. Mit der eigenhändigen Unterschrift wird der Vorgang abgeschlossen. Die Station prüft sofort die Qualität der Daten. Werden die Qualitätsanforderungen zum Beispiel beim biometrischen Passbild nicht erfüllt, erhält der Bürger Hinweise zur Optimierung und der jeweilige Erfassungsschritt wird wiederholt. Das Passbild wird nicht mehr ausgedruckt, sondern digital in den Reise- oder Personalausweisantrag übernommen. Der gesamte Vorgang dauert etwa fünf Minuten und erfolgt zunächst anonymisiert. Erst mit der direkten Antragstellung beim Sachbearbeiter des Bürgerbüros werden die von der Speed Capture Station erfassten Daten mit den persönlichen Daten des Bürgers verknüpft. Alle Datenübertragungen erfolgen verschlüsselt. Nach erfolgreicher Antragsbearbeitung beziehungsweise nach Ablauf von zwei Tagen werden die Daten automatisch gelöscht. Die Speed Capture Station befindet sich im Wartebereich des Bürgerbüros neben dem Trauzimmer und ist während der Öffnungszeiten des Bürgerbüros zugänglich. Das Nutzungsentgelt für die Datenerfassung einschließlich der Erstellung eines biometrischen Fotos beträgt zehn Euro und wird bei der Antragstellung zusammen mit den anderen Gebühren erhoben. Das Entgelt wird nur einmal erhoben, auch wenn mehrere Ausweisdokumente gleichzeitig beantragt werden. Durch die Erfassung der persönlichen Daten im Vorfeld der Antragstellung soll eine schnellere Bedienung bei der Beantragung von Reisepässen und Personalausweisen erreicht werden. Außerdem muss sich der Antragsteller vor dem Besuch des Bürgerbüros nicht mehr um ein biometrisches Passbild kümmern. Bei Fragen zur Benutzung der Speed Capture Station helfen die Mitarbeiter des Bürgerbüros weiter.

https://www.speed-biometrics.de/speed-capture.html

 

Magistrat der Stadt Nidderau

28.03.2018

Gerhard Schultheiß

Bürgermeister

 

Kinder Umwelt-AG unternimmt einen winterlichen Streifzug durch den Eicher Wald

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Bei kühlen, aber sonnigen Minusgraden, trafen sich die Kinder der Heldenberger und der Windecker Gruppen der Umwelt-AG am Samstagmorgen warm angezogen am Waldparkplatz. Unter dem Motto “Ich sehe was und das ist grün” konnten die Kinder im Eicher Wald vor allem Moose, Nadelhölzer, Efeu und Gräser entdecken. Was jedoch für die jungen Waldgeister viel reizvoller war, das waren vor allem die tragenden Eisflächen im Schatten. Erst wurde mit kräftigen Stöcken getestet, ob das Eis dick genug ist, dann gab es kein Halten mehr und es wurde begeistert gerutscht und gerangelt. Bei so viel Spaß vergingen die frostigen zwei Stunden wie im Flug. Am Samstag, 10.03.2018, findet der bei den Kindern sehr beliebte Müllsammel-Termin an unterschiedlichen Treffpunkten in den Stadtteilen Heldenbergen, Windecken und Ostheim statt. Nähere Auskünfte zur Teilnahme an der Sammelaktion gibt es beim Fachbereich Umwelt der Stadt Nidderau. Alle Nidderauer Kinder ab dem Grundschulalter bis zum 12. Lebensjahr sind eingeladen, bei der Kinder Umwelt-AG mitzumachen. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Anmeldung nimmt der Fachbereich Umwelt unter der Telefonnummer 06187/299-179 oder -180 entgegen. Die Kinder Umwelt-AG findet 14-tägig samstagvormittags jeweils für 2 Stunden von 10 bis 12 Uhr statt.

Nidderau auf dem Weg zur Fair Trade Town

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Das Siegel FAIR-Trade verbindet Produzenten und Verbraucher und unterstützt Kleinbauern und Plantagenarbeiter im Globalen Süden. 80 Prozent des Kaffees wird von 25 Millionen Kleinbauernfamilien produziert, die weniger als 10 Hektar Land besitzen. Viele leben von weniger als 2 Dollar pro Tag, oft in abgelegenen Gegenden und sind mit vielfältigen Problemen konfrontiert. Fair-Trade ist ein ganzheitliches Konzept, das Kleinbauernfamilien hilft, sich aus dieser Spirale zu befreien. Vor allem Kaffee, Kakao und Zucker werden aus diesen Ländern nach Europa und Deutschland importiert. Nachhaltiger Konsum und faire Handelsbedingungen sollen durch die Kampagne verstärkt Einzug in das Nidderauer Konsumverhalten erhalten. Um Fair Trade Town zu werden ist ein Ratsbeschluss erforderlich, dieser wurde durch die Stadtverordnetenversammlung im Juni 2017 gefasst. Der zweite Schritt ist die Bildung einer Steuerungsgruppe, die den Prozess koordinieren, begleiten und voranbringen soll. Die Steuerungsgruppe besteht – wie von der Kampagne gefordert – aus Personen der Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft. Am 31.01.2018 hat sich die Nidderauer Fair Trade Steuerungsgruppe konstituiert. Der zuständige Dezernent und Erster Stadtrat Rainer Vogel ist begeistert: „Die Steuerungsgruppe Fair Trade Nidderau ist mit 14 Personen aus allen drei geforderten Bereichen sehr gut besetzt.” Mit der Bildung der Steuerungsgruppe kann nun auch die offizielle Bewerbung um ein Fair-Trade-Siegel starten. Die nächsten Schritte sind schon in der Vorbereitung. Zuerst müssen für eine Kommune von der Größe Nidderaus mindestens vier Geschäfte und zwei Gastronomiebetriebe gefunden werden, die mindestens 2 Produkte aus fairem Handel anbieten. Auch die öffentlichen Einrichtungen wie Rathaus, Schulen, Vereine und Kirchen sollen überzeugt werden faire Produkte zu verwenden. „Dieses Ziel ist in Nidderau für den kirchlichen Bereich schon seit zwanzig Jahren umgesetzt“, erklärt Stephan Lasch von der Ökumenischen Eine Welt Gruppe, „Wir legen schon seit Jahrzehnten großen Wert darauf, Produkte aus fairem Handel zu konsumieren, zu bewerben und zu verkaufen“. Dem schließt sich das One World Team der EMK an, „Wir leisten schon lange und immer erfolgreicher Überzeugungsarbeit mit unserem Laden in der Ostheimer Straße, doch der Kreis der Überzeugungstäter muss noch erweitert werden“. Gabriele Brücker von der Bäckerei Brückner, sowie Silke Vogel vom Hof Buchwald berichteten beide, dass sie teils sogar persönliche Kontakte zu den Herstellern ihrer fair gehandelten Produkte haben. „Es ist uns sehr wichtig persönlich zu erfahren, dass der faire Handel tatsächlich funktioniert, schließlich ist der Einkaufspreis sowie der Verkaufspreis des Produktes meistens ein bisschen kostenintensiver.“ Auch die Bertha-von-Suttner-Schule wurde durch zwei Lehrerinnen repräsentiert, die Schüleraktionen zum fairen Handel umzusetzen wollen. Der Markt-Manager des REWE Marktes Nidderau berichtete, dass die REWE Group schon ein umfangreiches Sortiment an Fair Trade Produkten anbietet, welches die Kunden auch gerne annehmen. Die Steuerungsgruppe informiert die Öffentlichkeit über ihre Aktivitäten in Nidderau auf dem Weg zur Fair Trade-Town. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen die Kampagne zu unterstützen. Heide Fink von der Steuerungsgruppe fasste noch mal abschließend zusammen: „Es ist ein langfristig angelegter Prozess über viele Jahre, die Arbeit wird auch mal zäh werden und es wird Rückschläge geben, aber das Ziel für alle Nidderauer ein „faireres“ Konsumverhalten anzustreben, muss uns allen die Anstrengung wert sein.“

Bildunterschrift (Von links nach rechts):

Katja Adams (Fachbereich Umwelt, Abfall und ÖPNV), Silke Vogel (Hof Buchwald), Stephan Lasch (Ökumenische Eine Welt-Gruppe Nidderau), Karin Limberger (EMK-One-World-Ladenteam), Gerhard Limberger (EMK-One-World-Ladenteam), Otto Löber (Zivilgesellschaft), Gabriele Brückner (Bäckerei-Konditorei Brückner), Frau Stübing (REWE Group), Heide Fink (Zivilgesellschaft), Herr Stübing (Markt Manager REWE Nidderau), Erster Stadtrat Rainer Vogel (Bereich Politik), Harry Bischoff (Zivilgesellschaft). Nicht auf dem Bild: Thorsten Philippi (Bäckerei Philippi) sowie Susanne Falk (Bertha-von-Suttner-Schule).