In der Stadt gibt es eine Warteliste mit den Namen von über 230 Bürgern, die Anspruch auf preisgünstigen Mietwohnraum haben. Deshalb ist die Verwaltung derzeit mit Unterstützung der landeseigenen Hessischen Landgesellschaft auf der Suche nach Partnern, die auf geeigneten Grundstücken über das gesamte Stadtgebiet verteilt bereit sind, sozial verträgliche und mietpreisgünstige Wohnungen zu bauen, um so der Daseinsvorsorge für alle Bürger nachzukommen. „Unter den Wohnungssuchenden sind viele junge Familien, Alleinstehende und Rentner, die sich die Mieten auf dem freien Wohnungsmarkt nicht leisten können“, merkte Bürgermeister Gerhard Schultheiß an, „lediglich 12 Wohnungssuchende sind Menschen, die als Flüchtlinge anerkannt sind und deshalb Wohnberechtigungsscheine erhalten.“ Der Rathauschef kündigte an, wenn geeignete Grundstücke gefunden sind, mit den Bürgern in einen Dialog einzusteigen, bei dem sachliche Argumente ausgetauscht werden sollen. Da auch in absehbarer Zeit die Flüchtlingsunterkunft in der Liebigstraße in Heldenbergen aufgelöst werden soll, kommt auf die Stadt die weitere Aufgabe zu, die Bewohner über das Stadtgebiet verteilt „integrativ einzugliedern“. Ein nicht einfaches Unterfangen, bei dem Bürgermeister und Verwaltung auf die Hilfe und Mitarbeit der Bürger setzen.