„Es hat sehr lange gedauert und der Weg war verschlungen. Heute aber, mit dem ersten Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus in Eichen, ist ein guter Tag für die Feuerwehr und für den Stadtteil“, betonte Bürgermeister Gerhard Schultheiß bei seiner kurzen Ansprache unter Corona-Bedingungen vor nur wenigen geladenen Gästen. Die ersten Pläne für einen Neubau und den Standort seien bereits 2009 geschmiedet worden. Während des Prozesses sei auch der Sprung über die Bundesstraße 521 erwogen, dann aber auf Initiative der Wehr mit dem Vorschlag „Im Wiesengrund“ verworfen worden, wobei maßgeblich auch die frühere Stadtbrandinspektion in Person von Volker Reis und Thorsten Hild sowie der ehemalige Eicher Wehrführer Marco Jüngling beteiligt gewesen seien.

Nachdem dann noch die Firma Jung & Schmitt signalisiert hatte, ihren benachbarten Standort in Eichen und die dortige Lagerhalle aufgeben zu wollen, plante man nochmals um und beschloss, nicht die alte Betriebshalle der Firma Dillmann umzubauen, sondern einen Neubau zu errichten. Auch die Gremien der Stadt hätten ihren Beitrag geleistet, damit das nicht mehr zeitgemäße alte Feuerwehrhaus durch einen Neubau ersetzt wird, der knapp zwei Millionen Euro kosten wird.

Da nicht das gesamte Gelände benötigt wurde, konnte auf einem Teil des Areals das Wohnquartier Nidderpark I der Deutschen Reihenhaus entstehen, das um den Nidderpark II erweitert werden soll.
Fast zwei Jahre Bauverzögerung habe es gegeben, erinnerte Schultheiß, bis letztlich dank eines Gutachtens von Jürgen Hoos von der Dr. Hug GeoConsult das Regierungspräsidium Darmstadt (Umweltamt Frankfurt) die Baugenehmigung erteilt hätte. Auf dem vertragsgemäß sanierten Areal hat die Firma Michel Bau nach Plänen des Architekturbüros Gierhardt bereits mit dem Bau begonnen und ist zuversichtlich, im August 2021 das neue Feuerwehrhaus Eichen übergeben zu können.

„Der Neubau hat eine Grundfläche von 645 Quadratmeter. Die Fahrzeughalle umfasst drei Boxen, angeschlossen ist eine kleine Werkstatt. Im Sozialtrakt finden Umkleideräume, Sozialräume, ein Schulungsraum, der Jugendraum, eine kleine Küche, ein Büro und die Technikzentrale Platz. Die Planung wurde ständig mit der Feuerwehr abgestimmt“, stellte Architekt Leon Gierhardt fest. Auf dem Freigelände fänden sich ausreichend Auto- und Fahrradabstellplätze. Man baue in herkömmlicher Weise mit Ziegeln, habe ein besonderes Augenmerk auf den Arbeitsschutz gelegt und unterschreite die Energierichtwerte mit dem Einsatz von Pellets. „Das neue Feuerwehrhaus ist für die Zukunft gebaut“, betonte der Architekt.

„Wir sind froh, glücklich und stolz“, so Stadtbrandinspektor Christopher Leidner, „dass die Feuerwehr Eichen nun eine moderne und für die Zukunft geplante neue Heimat bekommt“. Denn mit dem Bau des neuen Feuerwehrhauses gehe auch die Ersatzbeschaffung LF10 einher, freute sich Leidner.

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Beim Spatenstich (von links): Christine Brauneis (Fachdienst Hochbau und Bauordnung), Alexandra Laubach (Fachbereichsleitung Ordnungswesen), Ortsvorsteher Sam Pfeifer, Stadtverordnetenvorsteher Gunther Reibert, Bürgermeister Gerhard Schultheiß, Leon Gierhardt und Eduard Benz (Planungsbüro), Thomas Maxheim (Vorsitzender des Feuerwehrvereins Eichen), Kreisbrandinspektor Markus Bussani, Thorsten Arnold (Michel Bau), Stadtbrandinspektor Christopher Leidner und Eichens stellv. Wehrführer Max Gruber.