Insgesamt 80 Stolpersteine sind in den Stadtteilen Heldenbergen, Ostheim und Windecken verlegt. Sie halten die Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wach. Weil die kleinen Messingplatten im Gehweg verwittern und die Inschriften nach einer Weile schwer zu lesen sind, sorgen Freiwillige durch regelmäßige Reinigungsaktionen für neuen Glanz. In den letzten Wochen wurden für alle Verlegestellen bestehende Putzpatenschaften bestätigt und neue Aktive gewonnen.

Neben Familien und Privatpersonen fühlen sich auch Organisationen für das wenigstens jährliche Polieren der Gedenksteine verantwortlich. Darunter sind die Bertha-von-Suttner-Schule, der Geschichtsverein Heldenbergen, die Evangelische Brückengemeinde Heldenbergen, der DPSG-Stamm Sankt Bonifatius Heldenbergen sowie der Fanclub „Nidderau Borussen 09 e.V.“.

Bei bereits gemeldeten Freiwilligen nachgefragt und neue Putzpatenschaften organisiert haben nach den Sommerferien Esther Helfrich-Teschner und Dr. Ralf Grünke. Die beiden hatten sich schon im Zusammenhang der Verlegung gemeinsam in der örtlichen Initiative Stolpersteine engagiert. Rückfragen können telefonisch unter 06187 952512 oder per E-Mail an ralf.gruenke@t-online.de an Dr. Grünke gestellt werden.

Die pflastersteingroßen Messingtafeln gehören zu einem Erinnerungsprojekt des Kölner Künstlers Gunter Demnig. Der Bildhauer verlegte in den Jahren 2008 bis 2011 insgesamt 80 Gedenksteine in Nidderau.