Das Feldflora-Reservat der Stadt Nidderau liegt rund 200 Meter vom Wartbaum entfernt oberhalb von Windecken an der Hohen Straße Richtung Ostheim. Hier werden ehemals weit verbreitete und nun selten gewordene Ackerpflanzen angebaut. In 80 Einzelbeeten werden Pflanzen wie die Bittere Schleifenblume, die Dicke Trespe oder das Adonisröschen kultiviert. Neben seltenen Ackerwildkräutern werden auch alte Getreidesorten wie Emmer und Einkorn angebaut. Die Besucher des Feldflora-Reservats (FFR) zeigen sich bei den regelmäßig stattfindenden Führungen immer wieder fasziniert über die Vielfalt und Farbenpracht der hier angebauten Pflanzen.
Seit mehreren Jahren findet ein intensiver Austausch mit dem Hessenpark in Neu-Anspach statt. Das Nidderauer Feld-Flora-Reservat liefert die entsprechenden Samen für den dortigen Anbau der Ackerwildkräuter. Hier werden auf drei Ackerflächen, welche nach historischen Anbautechniken bewirtschaftet werden, regelmäßig die Samen ausgebracht und deren Vorkommen bonitiert. Das Projekt wird gemeinsam mit dem Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) und der Hessenparkverwaltung durchgeführt. Einmal im Jahr besucht eine Delegation aus Nidderau den Hessenpark um die Erfolge des Projektes zu begutachten. Am 27.06.2019 war es wieder so weit. Die Betreuer des FFR, Mascha Werth, Caroline von Bernuth und Julia Grotti sowie Constantin Faatz vom Umweltamt und Erster Stadtrat Rainer Vogel besuchten den Hessenpark. Ab dem nächsten Jahr wird das Thema der selten gewordenen Ackerpflanzen im Hessenpark auf einer Schautafel an den jeweiligen Flächen dargestellt.