Die Stadt Nidderau darf sich ab sofort „ausgezeichneter Wohnort für Fachkräfte“ nennen. Um das Prädikat zu erhalten, hat sich die Kommune in fünf Handlungsfeldern – „Strategische Zielsetzung“, „Zuzug leicht gemacht“, „Beruf und Familie“, „Ausländische Fach- und Führungskräfte“ sowie „Lebensqualität„ – einem Audit unterworfen. Mit ihren vielfältigen Dienstleistungen für neue und bereits ansässige Bürger punktete die Stadt beim von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern durchgeführten Prozess zur Qualitätssicherung.

„Im letzten Jahr wurden bereits 13 Kommunen im Main-Kinzig-Kreis erfolgreich re-auditiert. Es freut uns, dass sich Nidderau entschlossen hat, Teil der ‚ausgezeichneten Wohnorte für Fachkräfte‘ im Main-Kinzig-Kreis zu werden. Die Kommune hat sich im Rahmen der Auditierung sehr engagiert gezeigt und Erfolg gehabt“, gratulierte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Gunther Quidde auf der Bürgerversammlung 2019 am 22. Oktober.

Insbesondere bei der Lebensqualität konnte Nidderau zahlreiche Punkte sammeln: So hat die Kommune mit der Entwicklung der „Neuen Mitte“ und weiterer Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität der Ortskerne beigetragen. Außerdem bietet sie besondere Mobilitäts- und Wohnangebote wie Carsharing oder Mehrgenerationenwohnen an. Für ihre Freizeitgestaltung haben Nidderauer Bürger für eine Kommune dieser Größe eine gute Auswahl, zum Beispiel zwischen einem Kino- oder Schwimmbadbesuch oder doch einer Radtour auf dem nahegelegen „Bahnradweg Hessen“. Kinder und pflegebedürftige Angehörige profitieren von Tages- und bei Bedarf auch Notfallbetreuung.

Auch in weiteren Handlungsfeldern sammelte die Kommune zusätzliche Punkte: So können sich Neubürger über eine eigenen Rubrik auf der Webseite oder den zentralen Neubürgerservice informieren. Ein Paket mit diversen Gutscheinen von ansässigen Betrieben unterstreicht die vorhandene Willkommenskultur.

„Fachkräfte wollen in der Region nicht nur arbeiten, sondern auch in attraktiven Wohnorten leben. Nidderau hat dies erkannt und hält entsprechende Leistungen bereit. Ausruhen kann und will sich die Stadt deshalb nicht. Es wurden Entwicklungsziele vereinbart, die bis zur Re-Auditierung in drei Jahren umgesetzt sein müssen“, erläutert Quidde. „Unternehmen dürfen das Siegel übrigens bei Interesse gerne für ihre Fachkräftewerbung nutzen. Eine Anfrage bei der Kommune genügt.“

Nidderaus Bürgermeister Gerhard Schultheiß freut sich über diese Auszeichnung besonders, zeige diese doch anhand klarer Kriterien auf, dass man sich von der angeblichen Schlafstadt längst zu einer prosperierenden Kommune mit Vorbildcharakter entwickelt habe.

Bildunterschrift: Nidderaus Bürgermeister Gerhard Schultheiß (r.) erhielt auf der Bürgerversammlung von IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Gunther Quidde die Zertifikatsurkunde „ausgezeichneter Wohnort für Fachkräfte“.
Nachweis: IHK

Zum Hintergrund:
Das Audit „ausgezeichneter Wohnort für Fachkräfte“ unterstützt Kommunen darin, nachhaltige Strategien für (Neu)Bürger zu entwickeln und die bereits vorhandenen Qualitäten als attraktiver Wohnort besser herauszustellen. Fachkräfte sollen bedarfsgerechte Angebote und Serviceleistungen vorfinden und sich langfristig in der Kommune und der Region wohlfühlen. Anhand von eigens für dieses Verfahren entwickelten Kriterien in fünf Handlungsfeldern – strategische Zielsetzung, Zuzug leicht gemacht, Beruf und Familie, Ausländische Fach- und Führungskräfte und Lebensqualität – werden vor allem für Fachkräfte interessante kommunale Serviceleistungen überprüft. Das Audit wird von den Industrie- und Handelskammern in der Metropolregion FrankfurtRheinMain angeboten.

Weitere Informationen stehen online unter www.hanau.ihk.de und unter www.ausgezeichneter-wohnort.de.