Neue Betreuungsgebäude an Schulen in Heldenbergen und Windecken

Einen großen Schritt in Richtung Ganztagesbetreuung an der Albert-Schweitzer-Schule in Heldenbergen und an der Kurt-Schumacher-Schule in Windecken hat die Stadt mit der symbolischen Schlüsselübergabe der beiden neuen Betreuungsgebäude gemacht. „Wir betrachten die Schlüsselübergabe als Startschuss, die in anderen europäischen Ländern schon länger praktizierte und pädagogisch sinnvolle Ganztagesbetreuung mittelfristig umzusetzen“, betonten Bürgermeister Gerhard Schultheiß und Erster Stadtrat Rainer Vogel unisono.

An beiden Schulen war die Übergangszeit bis zur Übergabe der neuen Gebäude nicht einfach, betonten die beiden Schulleiterinnen Tanja Dieckhardt (Windecken) und Ina Wegener (Heldenbergen). Nun aber freuen sich die Vorsitzenden der Betreuungsvereine Dr. Ronald Schmitt (Windecken) sowie Daniela Völker und Uwe Czirjak (Heldenbergen), dass die räumlichen Voraussetzungen geschaffen sind, um eine Vielzahl von Kindern in Zukunft eine Betreuung zukommen lassen zu können.

In Windecken werden nach der Einrichtung der noch leeren Räume mit Schulbeginn nach den Weihnachtsferien 140 Kinder betreut werden können. Bislang werden über 100 Kinder von sieben Kräften betreut, eine Aufstockung um eine Stelle sei geplant, so Dr. Ronald Schmitt. Eine Umplanung des Standorts habe Verzögerung der Fertigstellung verursacht, diese jetzt gefundene Lösung so aber optimaler als die zunächst vorgesehene, so der Vorsitzende des Betreuungsvereins.

In Heldenbergen wird das Gebäude seit Montag genutzt, die Zahl der Kräfte sei deutlich von drei auf sieben aufgestockt worden, insgesamt stünden dann mit Freiwilligen neun Betreuer für die über 80 Kinder bereit, stellten Daniela Völker und Uwe Czirjak fest. Auch hier, wie in Windecken, ist man der Stadt dankbar für den Bau der Gebäude, die eine ganz andere Qualität der Betreuung erlaubten wie bisher in doch beengten räumlichen Verhältnissen in den Schulgebäuden.

Bürgermeister Gerhard Schultheiß erinnerte daran, dass die Stadtverordneten am 21. Juni 2018 per „Ermächtigungsbeschluss“ den Magistrat in die Lage versetzt hatten, die Auftragsvergabe für die beiden Betreuungsgebäude auf den Weg zu bringen. Die Bauzeit für beide Gebäude habe dank modularer Bauweise gerade einmal drei Monate betragen, mit dem Main-Kinzig-Kreis als Schulträger und Träger der Betriebskosten seien im Vorfeld die Standorte abgestimmt worden. Wenn die Schulen die Ganztagsbetreuung realisieren, sollen die Gebäude nach einer Wertschätzung an den Kreis übergehen. Bis dahin liegen alle Rechte und Pflichten bei der Stadt Nidderau, stellte Schultheiß fest.

Das Gebäude an der Kurt-Schumacher-Schule in Heldenbergen verfügt über zwei Gruppenräume, Küche und zwei Funktionsräume für 50 Betreuungsplätze auf knapp 200 Quadratmetern und kostete 390 000 Euro, berichtete Erster Stadtrat Rainer Vogel. Das Betreuungsgebäude an der Kurt-Schumacher-Schule in Windecken ist für 80 Betreuungsplätze in drei Räumen plus Nebenräumen auf 275 Quadratmeter ausgelegt, die Baukosten betrugen 499 000 Euro. Durch die Umplanung der Konrad-Adenauer-Allee habe man die Gelder im Etat zugunsten des Baus der auf nachhaltige und ökologische Bauweise errichteten Betreuungsgebäude umschichten können, fügte der Rathauschef hinzu.