Bei einem Besuch im Rathaus bei Bürgermeister Andreas Bär (SPD) und Ordnungsamtsleiterin Alexandra Nolte verabschiedete sich der Leiter der Polizeistation Hanau II, der Erste Polizeihauptkommisar Rainer Kraus, und stellte seinen Nachfolger, den Ersten Polizeihauptkommisar Frank Geist vor, der im Main-Kinzig-Kreis ein bekanntes Gesicht ist. Schon 1988 ist Geist in der Stadt Streife gefahren und ist nun nach einigen Stationen in verschiedensten Positionen und Dienststellen im Main-Kinzig-Kreis wieder bei Hanau II gelandet. „Ich will die intensive Zusammenarbeit meines Vorgängers fortsetzen, zum Wohle der Bürger und der Stadt.“, versprach Frank Geist, der ebenso wie Rainer Kraus auf kurze Wege zwischen Stadt und Polizei setzt: „Wenn etwas Dringendes ist, dann direkt per Mail oder Telefon Kontakt aufnehmen, um schnell reagieren zu können.“

Andreas Bär und Alexandra Nolte nutzen das Gespräch nicht nur dafür, sich bei Herrn EPHK Kraus für die geleistete Arbeit zu bedanken, sondern auch um sich über verschiedene Anliegen der Stadt auszutauschen. So hätten die Beschwerden aus den Bereichen Ruhestörung und Vandalismus im Stadtbereich in der Vergangenheit zugenommen. Zudem hätte der Wunsch nach Klärung durch die Ordnungskräfte bei privaten Streitigkeiten zugenommen. Der Bürgermeister kündigte an, dass man das Ordnungsamt personell verstärken wolle, um den gewachsenen Aufgaben gerecht werden zu können. In Richtung der Polizeivertreter richtete er den Wunsch nach mehr Präsenz im Stadtgebiet, insbesondere am Wochenende und in den Abendstunden. Dem konnte Alexandra Nolte nur zustimmen und wies darüber hinaus auf das Problem zunehmender Zahl diskriminierender Posts in den sozialen Medien hin, denen die städtischen Mitarbeiter ausgesetzt seien.

„Die Zeiten sind nicht einfacher geworden“, betonte Rainer Kraus und spielte damit auf weiterhin eingeschränkte personelle Ressourcen an. Aber er zog in Bezug auf Nidderau eine sehr positive Bilanz: „Sowohl mit Bürgermeister Gerhard Schultheiß als auch jetzt mit Andreas Bär war und ist die Kommunikation sehr erfreulich, denn wir hatten und haben ja gemeinsame Ziele, sprich die objektive wie auch die subjektiv empfundene Sicherheit der Bürger zu gewährleisten“. Ein aktuelles Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit hob der scheidende Dienststellenleiter besonders positiv hervor: „Wie eng die Kooperation zwischen der Polizei und örtlichen Hilfsorganisationen ist, hat man bei der Suche nach einem vermissten Mann aus Ostheim exemplarisch erleben können. Die Feuerwehren der Stadt haben in herausragender Weise mit ihrem Einsatz maßgeblich dazu beigetragen, dass der Mann verletzt gefunden wurde. Ohne die Hilfe der Feuerwehren wäre der Mann nicht mehr am Leben“.