Am 20.02.2020 hatte die Untere Wasserbehörde zur Gewässerschau nach Nidderau eingeladen. Neben der Stadt Nidderau, den zuständigen Behörden und Verbänden waren auch Vertreter der Landwirtschaft und der Angelvereine eingeladen. Unterstützt vom Gewässerökologen Gottfried Lehr wurde die Nidder auf ihrer kompletten Länge von 12,8 km im Nidderauer Stadtgebiet begangen. Die in der Vergangenheit durchgeführten Maßnahmen wurden bewertet und Handlungsoptionen für die Zukunft festgelegt. Neben Gehölzpflanzungen an der Nidder sollen auch mehr Strukturelemente im Wasser, wie zum Beispiel umgestürzte Bäume erhalten bleiben, um das mäandrieren des Flusses zu unterstützen. Im Rahmen der Flurbereinigungen in Heldenbergen und Windecken konnten 10-20m breite Uferrandstreifen ausgewiesen werden, um dem Fluss mehr Platz für seine Entwicklung zu geben. Um die Fischdurchgängigkeit zu verbessern wird das Wehr in Windecken zurückgebaut. Viele dieser Maßnahmen werden durch das Land Hessen finanziell gefördert. Die Wasserrahmenrichtlinie der EU ist am 22. Dezember 2000 in Kraft getreten. Ein Ziel dieser Richtlinie ist es, bis zum Jahr 2027 einen guten ökologischen und chemischen Zustand aller Fließgewässer zu erreichen.