Bürgermeister Schultheiß verabschiedet Kulturpreisträgerin Jutta Claar

Nidderau. „Wir haben wunderbare Jahre erlebt. Ich habe über die Hälfte meines Lebens in der Stadt gelebt und mich mit meiner Familie sehr wohlgefühlt. Jetzt bricht aber ein neuer Lebensabschnitt an, den wir im Chiemgau in der Nähe unserer geliebten Berge und einer unserer Töchter verbringen wollen“, begründete Jutta Claar auch im Namen ihres Ehemanns Alfred den Ortswechsel, der Anfang September über die Bühne gehen soll. Bei einem Empfang im Magistratzimmer dankte Bürgermeister Gerhard Schultheiß Jutta Claar mit Präsenten und Worten für ihr vielfältiges Engagement zugunsten der Bürgergesellschaft der Stadt, seit die Familie 1987 nach Heldenbergen gezogen war. „Wenn man auf Menschen zugeht, dann bekommt man immer etwas zurück“, beschrieb Claar ihr Erfolgsrezept, in der neuen Umgebung sehr schnell heimisch zu werden und schließlich „fast überall dabei zu sein“. Die städtische Kulturpreisträgerin von 2016, der 2018 auch der Ehrenbrief des Landes Hessen verliehen worden war, begann als Flötenlehrerin, nachdem ihre Vorgängerin plötzlich verstorben war. Die Betreuung von Kindermusikgruppen folgte, mit denen sie Friedenslieder einübte. Jutta Claar engagierte sich im Kulturbeirat, war an unterschiedlichen Veranstaltungen wie der Jüdischen Friedenswoche – unter anderem mit Ignatz Bubis – oder mehreren „Hoagascht“ maßgeblich beteiligt und begleitete mit dem Heldenberger Saitenspiel viele Veranstaltungen in der Stadt. Mit diesem Ensemble reiste das Ehepaar als Botschafter Nidderaus zu Gastspielen in die USA, nach Irland, Mexiko, die Schweiz und Österreich, „wo wir fast überall privat übernachteten und viele neue Freunde gewannen“, fügte Alfred Claar hinzu. Mitgliedschaften im Ski- und Wanderclub, Auftritte mit dem „Saitenspiel“ in der Partnerstadt Gehren und Formationstanz beim TV Windecken waren weitere Aktivitäten des Ehepaars Claar. Nicht zu vergessen das Engagement im Schulelternbeirat und in verschiedenen Funktionen in der evangelischen Kirchengemeinde Heldenbergen, wo es Jutta Claar bis zur Synodalen brachte. „Wir haben unsere Töchter in Nidderau aufwachsen sehen, es war eine intensive und abwechslungsreiche Zeit mit vielen Höhen und einigen Tiefen“, bilanzierte Jutta Claar, die zugab, „mit Wehmut, aber auch mit Vorfreude“ dem Umzug entgegen zu sehen. „Wir werden die Kontakte nach Nidderau natürlich weiterhin pflegen und freuen uns darauf, wenn auch Freunde aus Nidderau bei uns vorbeischauen“, stellte das Ehepaar fest, das vom Kulturbeiratsvorsitzenden Jürgen Reuling und der Kulturbeauftragten der Stadt, Julia Huneke, ebenfalls mit Präsenten verabschiedet wurde.

 

Bildtext: Kulturbeiratsvorsitzender Jürgen Reuling, Kulturbeauftragte Julia Huneke, (von links) und Bürgermeister Gerhard Schultheiß (rechts) verabschiedeten das Ehepaar Jutta und Alfred Claar, das in dem Chiemgau umsiedelt.