Vortragsabend am 06. Mai 2019 um 19.00 Uhr im Saal des Hessischen Hofs in Heldenbergen, Friedberger Straße 27.

Im Rahmen der Projekte “Main-Kinzig blüht” und “Nidderau blüht” wird die Naturgartenplanerin Dipl. Ing. Dorothee Dernbach den Hausgarten in den reichbebilderten Mittelpunkt ihres Vortrages stellen. Sie möchte Wege aufzeigen, wie mit einfachen Mitteln ein insektenfreundlicher lebendiger Garten entstehen kann.

Im vergangenen Jahr hat die Stadt Nidderau damit begonnen, exemplarisch öffentliche Bereiche in blütenreiche, insektenfreundliche Grünflächen umzugestalten. Beispielsweise eine größere Grünanlage im Gehrener Ring, ein kleine Fläche in der Eicher Straße, ein langgezogener Blühstreifen entlang der alten B 45 sowie viele weitere Flächen in den Feldlagen von Eichen, Erbstadt und Windecken. In diesem Frühjahr sollen besonders die Gartenbesitzer angesprochen werden, ihre Gärten lebendiger zu gestalten.

Anstoß für das Projekt Main-Kinzig blüht, welches einzigartig in Hessen ist, ist der alarmierende Rückgang der Arten unserer Insekten- und Vogelwelt. Mittlerweile sind schon 80 % der Biomasse unserer Insektenwelt verschwunden, Tendenz steigend. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Viele unserer Insekten sind „Nahrungsspezialisten“ und auf ihre Pflanze angewiesen. Durch das Verschwinden unserer heimischen Wildpflanzen, sei es durch Monokulturen in der Landwirtschaft, den Einsatz von Pestiziden, steigendem Flächenverbrauch oder die Anlage von Steingärten und sterilem Einheitsgrün in öffentlichen Bereichen oder Hausgärten, reduziert sich auch der Lebensraum für die Insekten.

Mit einfachen Mitteln lassen sich im Garten oder auf öffentlichen Flächen, Nischen schaffen, die zur Erhöhung der Artenvielfalt beitragen und Blühaspekte liefern. Hier ist es wichtig, auf heimische Wildpflanzen zu setzen, die dem Standort angepasst sind. Exoten sehen zwar schön aus, sind aber für unsere Insekten oft nutzlos.

Der Vortrag wird viele Anstöße liefern, um ihren Garten in eine blühende und lebendige Oase für Wildbienen, Schmetterlinge & Co zu verwandeln. Es gibt etliche Naturgarten-Elemente, die sich gut in einen vorhandenen Garten einfügen lassen. Das kann ebenso eine Blumenwiese wie ein blühendes Wildstaudenbeet sein oder bspw. heimische Heckengehölze – die auch als Nistrevier für Singvögel dienen können. Der Erfolg einer Umgestaltung hängt hierbei von vielen Faktoren ab. Es ist wichtig, regionales Saatgut zu verwenden, der Standort muss passen, die Fläche muss gut vorbreitet sein und die zukünftige Pflege ist auch entscheidend.
Auf all diese Aspekte wird Dorothee Dernbach in ihrem Vortrag eingehen und Beispiele einer erfolgreichen Naturgartengestaltung aufzeigen. Sie wird Tipps geben und versuchen, Sie zu motivieren mit dem beginnenden Frühjahr, die ersten Bereiche in Ihrem Garten umzugestalten.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!