Der Biomüll aus Nidderau enthält einen überdurchschnittlich hohen Plastikanteil. Das ergab eine Kontrolle im Kompostwerk der Firma Veolia.

Die Verwaltung appelliert deshalb an die Nidderauer Bürgerinnen und Bürger, bei der Nutzung der Biotonne konsequent auf Plastiktüten zu verzichten. Dies gilt auch für sogenannte „kompostierbare“ Biomülltüten, die verstärkt im Handel angeboten werden. Sie bestehen nur zum Teil aus nachwachsenden Rohstoffen und benötigen für den Abbau wesentlich länger als die Küchenabfälle. In Fachkreisen sind sie deshalb umstritten. Küchenabfälle können in Zeitungspapier eingewickelt oder in Papiertüten gesammelt werden. In einigen Drogeriemärkten gibt es Papiertüten mit einer unbedenklichen Beschichtung (Kennzeichen „Blauer Engel“), die auch für feuchte Abfälle geeignet sind.

Die Verwaltung wird im kommenden Jahr immer wieder auf die ökologische Nutzung der Biotonne hinweisen und die Bemühungen der Bürger mit Tipps unterstützen. Falsch befüllte Biotonnen erhalten zur freundlichen Erinnerung in der ersten Zeit gelbe Aufkleber, so dass es immer selbstverständlicher wird, auf Plastiktüten zu verzichten. Nach einer angemessenen Übergangszeit werden rote Aufkleber deutlich machen, dass Plastik in der Biotonne nichts verloren hat und eine Leerung leider unterbleiben muss.

Weitere Fragen beantwortet die Abfallberatung: 299-181.