Besuch einer 10-köpfigen Delegation des Koordinationsteams Nidderau zur Partnerstadt Ilmenau / Gehren am 30.3.2019

Gutgelaunt machte sich die 10-köpfige Delegation des Koordinationsteams der Städtepartnerschaft auf den Weg nach Gehren, der Partnerstadt in Thüringen. Zahlreiche Gehrener in Begleitung von Ortsteilbürgermeister Ronny Bössel, erwarteten die Gäste aus Nidderau zu Gesprächen und Diskussionen über die weiteren Ausgestaltungen der aktiven Partnerschaft. Gehren ist mittlerweile durch die Gebietsreform seit letztem Jahr ein Ortsteil der Universitätsstadt Ilmenau geworden. Nach dem Empfang besichtigten die Besucher zuerst das gerade fertiggestellte neue Feuerwehrhaus, ein moderner und ansprechender Bau für die lokale Feuerwehr, welches aber auch für Atemschutzübungen kreisübergreifend genutzt wird. Bei der gerade stattfindenden Übung incl. Atemschutzmaßnahmen konnten sich die Nidderauer und Gehrener von der Effizienz der Feuerwehr überzeugen. Der neue Oberbürgermeister von Ilmenau, Dr. Daniel Schultheiß, ließ es sich nicht nehmen die Freunde aus Nidderau zu begrüßen und zu bestätigen, dass er ein großes Interesse an der Fortführung der Städtepartnerschaft hat, neben Homburg an der Saar die zweite Städtepartnerschaft von Ilmenau. Nach einem kurzen Mittagessen mit obligatorischen Thüringer Würsten und Brätl vom Grill, ging es in die Universitätsstadt Ilmenau. Der Besuch mit einer Führung durch das Goethe-Museum im alten Amtshaus beeindruckte die Gruppe nachhaltig. Vor allem die erhaltene historische Fotografie des in eine kleine Jagdhütte auf dem Kickelhahn von Goethe um 1780 eingravierten Gedichtes „Über allen Wipfeln ist Ruh…“ beeindruckte vor allem deshalb, weil das Original nach einem Brand zerstört wurde. Es folgte ein Ausflug zum Kickelhahn, Ilmenaus Hausberg mit 861 m Höhenprofil und einer kurzen Wanderung auf Goethes Spuren zum Gipfel, dem neu erstellten Goethe-Häuschen und zum Aussichtsturm mit Gastronomie. Ein willkommener Einblick in die herrliche Landschaft Thüringens. Bevor es nach diesem interessanten Tag auf die Heimfahrt ging, wurde die Gelegenheit genutzt, noch einmal das gemeinsame Interesse an der Fortführung der Partnerschaft zu bekunden. Zahlreiche Besuche und Gegenbesuche wurden angesprochen und geplant. Die Planungen gehen weit in das nächste Jahr hinein, wenn es gilt, gemeinsam in Ilmenau/Gehren den Tag der deutschen Einheit und die Partnerschaft zum 30-jährigen Jubiläum zu feiern und in Nidderau in Anwesenheit und Mitwirkung der Gehrener Freunde die 50-Jahrfeier des Bestehens der Stadt Nidderau gebührend zu begehen. Auch die Nidderbühne und das Heldenberger Saitenspiel planen für das neue Jahr einen Besuch in Gehren. Als Resümee muss man festhalten, dass Städtepartnerschaften keineswegs aus der Mode gekommen sind, sondern im Gegenteil, nach wie vor Sinn machen, gerade im Hinblick auf die gesamteuropäische Situation.