Nidderau mit seinen ausgedehnten Wiesenflächen, Streuobstwiesen und Wäldern bietet wichtige Rückzugsgebiete für die heimische Tierwelt. Aber auch auf den Feldern bringen Rehe und Feldhasen ihre Jungen zur Welt und Wiesenvögel, wie der Weißstorch und der Kiebitz, nutzen diese Gebiete zum Brüten und zur Nahrungssuche. Gerade während der Brut- und Setzzeit zwischen März und September reagieren Wildtiere besonders empfindlich auf Störungen. Hier werden vor allem die Hundebesitzer angesprochen, die mit ihren Vierbeinern Wiesenwege zwischen den Asphaltwegen als Abkürzung nutzen oder diese frei laufen lassen. Hat ein Hund ein Wildtier gewittert kommt es nicht selten vor, dass er diesem nachstellt. Es muss nicht zu Angriffen kommen, aber schon alleine die Störung und Panik die bei einem Wildtier ausgelöst wird, bedeutet Hochstress und kann zum Verlust des Nachwuchses führen. Die Fachbereiche Ordnungswesen und Umwelt appellieren an alle Hundebesitzer, die Hunde in dieser Zeit nur angeleint spazieren zu führen, den Asphaltweg zu benutzen und nicht quer über die Wiesen, Felder und den Wald zu laufen. Jeder kann durch sein Verhalten dazu beitragen, dass die Wildtiere ungestört ihren Nachwuchs aufziehen können. Dies ist auch ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz in Nidderau.

Die Feldwege dienen laut der aktuell gültigen Feldwegesatzung der Stadt Nidderau ausschließlich der Bewirtschaftung der land- und forstwirtschaftlichen und gärtnerisch genutzten Grundstücke in den Gemarkungen der Stadt Nidderau sowie dem Zugang zu den im Außenbereich gelegenen Landwirtschaftlichen Betrieben und Wohnhäusern. Eine Benutzung als Rad- und Fußweg ist natürlich zulässig, gegenseitige Rücksichtnahme erleichtert auch hier das Miteinander.

Das Wegenetz kann zudem durch die Jagdausübungsberechtigten in Ausübung ihres Jagdrechtes benutzt werden. Auf den Feldwegen gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h.