Amtliche Bekanntmachung – Bauleitplanung der Stadt Nidderau, Stadtteil Windecken – Bebauungsplan „Gänsweide“

Inkrafttreten des Bebauungsplanes

 

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Nidderau hat in ihrer Sitzung am 28.01.2021 den im beschleunigten Verfahren gemäß § 13b Baugesetzbuch (BauGB) ohne Durchführung einer Umweltprüfung nach § 2 Abs. 4 BauGB aufgestellten Bebauungsplan „Gänsweide“ gemäß § 10 Abs. 1 BauGB sowie § 9 Abs. 4 BauGB i.V.m § 91 Abs. 1 und 3 Hessische Bauordnung (HBO) als Satzung beschlossen und die Begründung hierzu gebilligt. Der räumliche Geltungsbereich des Bebauungsplanes umfasst in der Gemarkung Windecken, Flur 2, die Flurstücke 1, 2, 3 sowie 86/2 teilweise und kann der nachfolgenden Übersichtskarte entnommen werden.

 

Mit dem Bebauungsplan werden die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen für die Umsetzung eines Wohnbauvorhabens für preisgünstigen Wohnraum sowie von weiteren Wohnungsbauvorhaben im Stadteingangsbereich im Auftakt zur Neuen Stadtmitte Nidderau in unmittelbarer räumlicher Nähe zum Bahnhof Windecken geschaffen. Das Planziel des Bebauungsplanes ist die Ausweisung eines Allgemeinen Wohngebietes gemäß § 4 Baunutzungsverordnung (BauNVO) sowie die Sicherung der zugehörigen Erschließung. Ferner werden im Bereich des gesetzlichen Gewässerrandstreifens entlang des angrenzenden oberirdischen Gewässerverlaufs des Landwehrgrabens Flächen für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft festgesetzt.

 

Der Bebauungsplan tritt mit dieser Bekanntmachung in Kraft.

 

Der Bebauungsplan und die Begründung hierzu werden in der Stadtverwaltung Nidderau, Am Steinweg 1, 61130 Nidderau, Zimmer O.20, zu den allgemeinen Dienststunden der Verwaltung zu jedermanns Einsicht bereitgehalten. Über den Inhalt wird auf Verlangen Auskunft erteilt.

 

Gemäß § 215 BauGB wird darauf hingewiesen, dass eine nach § 214 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 3 BauGB beachtliche Verletzung der dort bezeichneten Verfahrens- und Formvorschriften, eine unter Berücksichtigung des § 214 Abs. 2 BauGB beachtliche Verletzung der Vorschriften über das Verhältnis des Bebauungsplans und des Flächennutzungsplans und nach § 214 Abs. 3 Satz 2 BauGB beachtliche Mängel des Abwägevorgangs gemäß § 215 Abs. 1 BauGB unbeachtlich werden, wenn sie nicht innerhalb eines Jahres seit dieser Bekanntmachung schriftlich gegenüber der Gemeinde unter Darlegung des die Verletzung begründenden Sachverhalts geltend gemacht worden sind. Dies gilt entsprechend, wenn Fehler nach § 214 Abs. 2a BauGB beachtlich sind.

 

Gemäß § 44 Abs. 5 BauGB wird darauf hingewiesen, dass der Entschädigungsberechtigte nach § 44 Abs. 3 BauGB Entschädigung verlangen kann, wenn die in den §§ 39 bis 42 BauGB bezeichneten Vermögensnachteile eingetreten sind. Er kann die Fälligkeit des Anspruchs dadurch herbeiführen, dass er die Leistung der Entschädigung schriftlich bei dem Entschädigungspflichtigen beantragt. Nach § 44 Abs. 4 BauGB erlischt der Entschädigungsanspruch, wenn nicht innerhalb von drei Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem die o.g. Vermögensnachteile eingetreten sind, die Fälligkeit des Anspruchs herbeigeführt wird.

 

Räumlicher Geltungsbereich des Bebauungsplanes „Gänsweide“

Abbildung genordet, ohne Maßstab

Nidderau, 26.02.2021

 

Magistrat der Stadt Nidderau

 

 

 

Gerhard Schultheiß

Bürgermeister