Alten- und Pflegeheim in Eichen machbar

Bei einer Bürgerinformationsveranstaltung stellte Dieter Bien, Geschäftsführer der kreiseigenen gemeinnützigen Alten- und Pflegezentren Main-Kinzig, fest, dass Nidderau in Sachen Pflegeplätze mit 137 Plätzen unterversorgt ist. In Eichen könnte zwischen Kita und Nidderhalle eine Pflegedependance nach dem Vorbild der Einrichtungen in Hammersbach, Limeshain, Neuberg und Ronneburg entstehen. Diese Einrichtungen verfügen in der Regel über 35 bis 40 Plätze in zwei Hausgemeinschaften mit Einzelzimmern und gemeinsamen Aufenthalts- und Küchenbereich. Notwendig sei ein Grundstück von 3500 Quadratmeter, die Grundfläche der Gebäude betrage in der Regel 1200 Quadratmeter, das Raumangebot belaufe sich auf 2300 Quadratmeter. Voraussetzung für den Einstieg der Alten- und Pflegezentren Main-Kinzig mit Unterstützung des Kreises sei die Bereitstellung des Grundstücks durch die Stadt, kostenlose Dienstleistungen wie Pflege der Außenanlage durch die Kommune und eine Beteiligung an der Verlustabdeckung in der Anlaufphase. Patrick Kremer, vom gleichnamigen Pflegedienst aus Ronneburg, der in Einrichtungen der Alten- und Pflegezentren Tagespflege anbietet, sprach von „Anfragen ohne Ende“ aus Nidderau. Sein Unternehmen leiste heute schon 75 Versorgungen pro Tag in der Stadt, Tendenz steigend. Er erklärte seine Bereitschaft, eine weitere Tagespflegeeinrichtung in Eichen in der Dependance des Alten- und Pflegezentrums Main-Kinzig einzurichten, sollte das Projekt umgesetzt werden. Bürgermeister Gerhard Schultheiß ergänzte die Ausführungen von Bien dahingehend, dass der Spielplatz an der Kita erhalten bleibe und man Synergieffekte durch die Nutzung von Kindern und Senioren erwarte. Zudem habe man an der Nidderhalle auf einer Fläche von 1400 Quadratmetern unter anderem mit einem Bolzplatz bereits eine zusätzliche Spielfläche geschaffen.