Ansichten aus der Stadt Nidderau.

 




Ortsumgehung

 

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Hessen Mobil - Straßen- und Verkehrsmanagement
 
Pressemitteilung
 
Gelnhausen / Nidderau, 15.10.2012
 
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B 45 / B 521 – Bau der Ortsumgehung Nidderau
Bauarbeiten am Knotenpunkt L 3009 beginnen am 22. Oktober 2012

Nachdem die Brückenbauarbeiten im Zuge der Ortsumgehung Nidderau schon sehr weit fortgeschritten sind, beginnen nun ab Montag, den 22. Oktober 2012 die Bauarbeiten am Knotenpunkt L 3009 vom Ortsausgang Windecken in Richtung Kilianstädten.

Die Bauarbeiten umfassen den Ausbau der L 3009 und den Bau der Anschlussrampen an die künftige Ortsumgehung. Eine Gasleitung wurde in diesem Bereich bereits verlegt, so dass jetzt die sich anschließenden Aufschüttungsarbeiten erfolgen können.

Der Verkehrsfluss auf der L 3009 kann mit Hilfe einer Ampelschaltung zunächst bis Mitte November 2012 aufrechterhalten bleiben. Zwischen dem 19. November und voraussichtlich 15. Dezember 2012 muss die L 3009 dann zwischen Windecken und Kilianstädten voll gesperrt werden. Die Umleitungsstrecke verläuft in dieser Zeit über Bruchköbel (B 45) und Mittelbuchen (L 3008, L 3195).

Im Anschluss daran bleibt der betroffene Streckenabschnitt der L 3009 für die restlichen Wintermonate halbseitig befahrbar. Erst im Frühjahr 2013 wird eine erneute Vollsperrung der L 3009 notwendig, über die wir die Verkehrsteilnehmer rechtzeitig durch weitere Pressemitteilungen informieren.

Mit einem Abschluss der Bauarbeiten ist voraussichtlich im Frühjahr 2013 zu rechnen.

Hessen Mobil bittet die Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die Bauarbeiten und die damit verbundenen Verkehrsbehinderungen.

 

"Entlastung der Ortsdurchfahrten in den Stadtteilen Windecken und Heldenbergen um über 76 Prozent / Voraussichtliche Kosten: 40,2 Millionen Euro"

  Künftig wird es in den Nidderauer Stadtteilen Windecken und Heldenbergen wesentlich ruhiger sein, die Abgasemissionen sinken deutlich. Diese gute Nachricht überbrachten den Anwohnern am 22.September 2009 Dieter Posch, Hessischer Wirtschafts- und Verkehrsminister und Achim Großmann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Gemeinsam führten Sie den 1.Spatenstich für den Bau der rund 7,3 Kilometer langen und einschließlich Grunderwerb voraussichtlich rund 40, 2 Millionen Euro teuren Ortsumgehung Nidderau im Z uge der B 45 und B 521 durch. Die Kosten werden mit rund 40,1 Millionen Euro überwiegend vom Bund als Baulastträger getragen. Die Stadt Nidderau übernimmt rund 100.000 Euro.

„ Durch den Bau der Umgehungsstraße werden die gegenwärtig unzureichenden Verkehrsverhältnisse in den Ortsdurchfahrten von Windecken und Heldenbergen nachhaltig verbessert. Mittels Verlagerung des Durchgangsverkehrs auf die Umgehung erfolgt eine starke Reduzierung der Belastungen der Anwohner durch Verkehrslärm und Abgase. Die Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität in den beiden Ortslagen werden sich spürbar erhöhen. Das Bauvorhaben löst aber nicht nur verkehrliche Probleme, sondern eröffnet der Stadt auch neue städtebauliche Entwicklungsmöglichkeiten“, sagte Posch.

Die neue Trasse beginnt an der B 45 südlich von Windecken, umfährt Windecken und Heldenbergen westlich und mündet im Nordosten von Heldenbergen wieder in die B 521 ein. Durch leistungsfähige Kreuzungen mit der L 3009 sowie mit der heutigen B 521 und B 45 und durch den westlichen Anschluss der K 246 an die Umgehung werden beide Stadtteile um über 76 Prozent vom Verkehr entlastet. Während der Verkehr ohne Ortsumgehung im Jahre 2015 voraussichtlich 17.000 Kfz/24 Stunden betragen würde, reduziert sich das Verkehrsaufkommen in den Stadtteilen durch die Umgehung auf etwa 4.000 Kfz/24 Stunden.

Die Linienführung wurde 1990 vom Bundesministerium für Verkehr bestimmt. Beginn des Planfeststellungsverfahrens, unter Einbeziehung aller verkehrlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Aspekte, war 1998. Bei der anschließenden Bearbeitung der Entwurfsplanung wurde besondere Sorgfalt auf eine größtmögliche Schonung des vorhandenen Biotop- und Artenpotenzials gelegt. Für unvermeidbare Eingriffe sind umfangreiche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen vorgesehen. Insbesondere die Maßnahmen zum Schutze des Feldhamsters führten zu einer Reihe von Umplanungen und Verzögerungen. Das Baurecht wurde mit dem Planfeststellungsbeschluss vom März 2008 ausgesprochen. Vereinbart ist ferner der Anschluss des Baugebietes "Allee Süd", für den die Stadt die Kosten trägt. Zur Neuordnung der veränderten Flächennutzungen und Flächenaufteilungen im Planungsraum hat das Flurbereinigungsverfahren bereits begonnen.

Zur Überbrückung bestehender Straßen und Bahnlinien sowie Querungen von Gewässern und Wirtschaftswegen werden insgesamt 13 Brückenbauwerke erforderlich, deren Bau im September 2009 begann und zum Jahresende 2012 abgeschlossen sein soll. Zum Jahresende 2011 werden davon insgesamt schon 6 Bauwerke fertiggestellt und 5 Brücken im Bau sein. Seit Mitte Juni 2009 wurden bereits archäologische Grabungen des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen an mehreren Stellen im Trassenbereich durchgeführt, deren Abschluss für Sommer 2011 geplant ist. Auf Grund der Haushaltskonsolidierungsanstrengungen des Bundes musste Anfang 2011 eine Streckung der Finanzierungskette für die Ortsumgehung Nidderau durch das Bundesministerium für Verkehr angeordnet werden. Dadurch beginnt der Streckenbau mit anschließendem Landschaftsbau voraussichtlich frühestens im Herbst 2012 und wird im Herbst 2015 fertig gestellt sein. Der Herbst 2015 stellt aktuell auch das voraussichtliche Fertigstellungsdatum der Baumaßnahme dar.

 

 

Steckbrief zum Neubau der Ortsumgehung Nidderau Stadtteile Windecken und Heldenbergen im Zuge der B 45 und der B 521

Planungsziele

  • Umfassende Verlagerung des Durchgangsverkehrs von den bestehenden Ortsdurchfahrten auf die Ortsumgehung.
  • Verbesserung des Verkehrsablaufs und der Verkehrssicherheit für den Fernverkehr durch räumliche Trennung von den regionalen und zwischenörtlichen Verkehren.
  • Nachhaltige Verbesserung der unzureichenden Verkehrsverhältnisse in den Ortsdurchfahrten von Windecken und Heldenbergen.
  • Spürbare Reduzierung der Verkehrslärm- und Abgasbelastung in beiden Ortslagen.
  • Erhöhung der Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität in den beiden Ortslagen auch für Fußgänger und Radfahrer.
  • Eröffnung neuer städtebaulicher Entwicklungsmöglichkeiten im Zuge der bestehenden Ortsdurchfahrten.

 

Techn. Angaben

  • Länge der Baustrecke: 7,3 km
  • Länge mit Rampen und Straßenanschl.: 9,5 km
  • Breite der Fahrbahn: 7,5 km (RQ 10,5)
  • Fahrbahnaufbau: 60 cm (Bauklasse III)
  • Ingenieurbauwerke: 13 Brücken

 

Kosten

Gesamtkosten 40,2 Mio€

Hauptkostenanteile:

  • Grunderwerb 4,5 Mio€
  • Streckenbau (ohne Brücken) 16,3 Mio€
  • Brückenbau 13,8 Mio€
  • Archäologische Unters und Sicherung 2,0 Mio€
  • Landschaftsbau

mit Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen,

einschl. Feldhamsterschutz 1,8 Mio€

  • Beschilderung, Markierung und Sonst. 1,8 Mio€

 

Verkehrsmengen auf der Ortsumgehung

Aus den Ortsdurchfahrten werden die Durchgangsverkehre auf die neue Straße verlagert.

Auf der Ortsumgehung verkehren künftig:

  • Südlich von Windecken bis zur L 3009 12.700. Kfz/24h
  • Zwischen L 3009 und B 45 17.000 bis 20.800 Kfz/24h
  • Nördlich von Heldenbergen ab B 45 11.500 bis 12.500 Kfz/24h

 

Verkehrsmengen in den Ortsdurchfahrten

  • In Windecken verbleiben

Zwischen südl. Ortseingang und L 3009 3.100 Kfz/24h

zwischen L 3009 und nördl. Ortseingang 4.400 Kfz/24h

  • In Heldenbergen verbleiben

Zwischen südl. Ortseingang und B 45 3.400 bis 4.600 KfZ/24h

 

Planungschronologie

12.1977 Abschluss des Linienbestimmungsverfahrens für eine weiträumige Umfahrung von Bruchköbel und Nidderau.

1977-1980 Vorentwurfsentscheidung und Sichtvermerk des BMW.

1980-1984 Änderungen des Vorentwurfs aufgrund politischer Widerstände.

01.1984 Antrag auf Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens.

bis 06.1988 Planung wird wegen Priorität der OU Roßdorf zurückgestellt.

•  Erstellung einer Umweltverträglichkeitsstudie.

•  Neues Linienbestimmungsverfahren aufgrund veränderter Trassierung.

•  Vorentwurfsbearbeitung.

•  Beginn der Bearbeitung für neuen Vorentwurf und eine neue UVS.

•  Genehmigung des Vorentwurfs.

•  Einleitung des Planfeststellungsverfahrens.

•  5 Deckblattverfahren mit entspr. Vorausgegangenen Fachplanungen und Fachgutachten aufgrund der Einwendungen von Privaten, notwendiger Rechtsanpassungen, zur Klärung der Feldhamsterproblematik und von Fragen des Artenschutzes, Ergebnissen der Wirtschaftlichkeitsprüfung, Konflikten bei der Umsetzung von Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen, Gestaltung des Straßenquerschnittes und Erschließungsfragen neuer Gewerbestandorte.

•  Eröffnung des Flurbereinigungsverfahrens.

•  Unterzeichnung des Planfeststellungsbeschlusses.

•  Öffentliche Auslegung der Planfeststellungsunterlagen.

05.2009 Fertigstellung der geänderten Planunterlagen zur Abwendung einer Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss wegen Existenzgefährdung eines Landwirtes.

06.2009 Übergabe der Planfeststellungsunterlagen an das Amt für Bodenmanagement zur Fortsetzung des Flurbereinigungsverfahren.

07.2009 Beginn der archäologischen Sicherungsarbeiten.

22.09.2009 Erster Spatenstich zum Baubeginn.

2015 Voraussichtliche Fertigstellung und feierliche Verkehrseröffnung

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