Ansichten aus der Stadt Nidderau.

 




Natur und Umwelt

 

Aktuelles

Der Buchsbaumzünsler macht auch vor dem Rathaus nicht halt

Bild zeigt befallene Buchsbaumspirale vor dem Rathaus in Nidderau


Der Buchsbaumzünsler ist ein ostasiatischer Kleinschmetterling, der Buchsbäume befällt und diese vollständig zerstören kann. Er legt seine Eier hauptsächlich an den äußeren Blättern des Buchsbaums. Aus diesen Eiern schlüpfen schließlich die Raupen, welche zuerst die Blätter des Buchsbaums und anschließend sogar die Rinde an den Ästen fressen. Dabei sterben alle Pflanzenteile des Buchsbaums oberhalb der befallenen Stelle ab. Befallene Pflanzen sehen meist gelblich verfärbt aus, haben kaum noch Blätter und sind häufig von den Raupen eingesponnen. Die Raupen sind in der Regel bis zu 5 cm lange, grüne und schwarz gepunktete.
Vermutlich wurde der Buchsbaumzünsler aus Ostasien über den Seehandel nach Deutschland eingeschleppt.
Buchsbaumzünsler – Befallene Pflanzen kompostieren?
Die Abfallberatung erreichten in diesem Jahr sehr viele Anfragen zur fachgerechten Entsorgung befallener Buchsbaumpflanzen. Nach Rücksprache mit der Kompostierungsanlage Mohr in Erbstadt reichen die Temperaturen bei der professionellen Kompostierung jedoch aus, um eine Hygienisierung sicherzustellen. Befallene Buchsbaumpflanzen werden deshalb weiterhin am Wertstoffhof angenommen und zusammen mit den übrigen Gartenabfällen gesammelt. Dies gilt jedoch nicht für den Komposthaufen im eigenen Garten. Hier erzielt der viel kleinere Rottekörper bei weitem nicht die Temperaturen, die für die Abtötung der Raupen erforderlich sind. Nähere Auskünfte gibt ein informativer Artikel der Bundesgütegemeinschaft Kompost, der beim Fachdienst Abfallwirtschaft angefordert werden kann.

 

 

Nidderau ist unter die Solarsportler gegangen!

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Nidderau war im Jahr 2007 (wie auch schon in den Jahren 2004 und 2005) mit 1883 Sonnenstunden der sonnenreichste Ort in Hessen.



aboutpixel.de / Solaranlage © jonathan spielbrink

 

Die „Hessische Energiespar-Aktion“ informiert: Neuauflage „Besonders sparsame Haushaltsgeräte 2016/17“ unter www.energiesparaktion.de erhältlich

„Stromsparen im Haushalt ist durch Verhaltensänderungen und Austausch veralterter Technik durch Stromsparende Haushaltsgeräte ohne Komfortverlust möglich“, so Werner Eicke-Hennig, Programmleiter der „Hessischen Energiespar-Aktion“, „bei Neuanschaffungen lohnt sich auf jeden Fall ein Produkt- bzw. Preisvergleich. Höhere Anschaffungskosten werden durch einen niedrigeren Stromverbrauch über die Lebensdauer des Gerätes mehr als ausgeglichen.“

Einen objektiven und aktuellen Preis- und Gerätevergleich bietet die Broschüre „Besonders sparsame Haushaltsgeräte 2016/17“, die auf der HESA-Homepage unter www.energiesparaktion.de als Download zur Verfügung steht.

Außerdem sind dort die Broschüren „Strom effizient nutzen“, ein Wegweiser für Privathaushalte zur wirtschaftlichen Stromeinsparung sowie die Energiespar-Information Nr. 5 „Energiesparen bei Heizung und Strom – Wissenswertes für Mieterinnen und Mieter“ mit detaillierten Hinweisen zu den wichtigsten Energiespartechniken als pdf-Dateien erhältlich“.

Informationen zum Energieberatungsangebot der Verbraucherzentrale Hessen unter www.verbraucher.de.

Die „Hessische Energiespar-Aktion“ ist ein Projekt des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung.

 

Kinder Umwelt AG





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Klima in Nidderau

Nidderau liegt in der Wetterau, die von Mittelgebirgen umgeben sich nach Süden zum Rhein-Main-Gebiet öffnet, zu dem es klimatologisch zugeordnet wird. Somit gehört Nidderau zu den relativ warmen und niederschlagsarmen Gebieten Deutschlands.

Die Windrichtung wird von der großräumigen Luftdruckverteilung bestimmt. Durch die Leitwirkung von Taunus und Maingraben treten die Richtungen Süd bis Südwest und Nord bis Nordwest besonders hervor. Ein regionales Windsystem, das bei Schönwetterlagen besonders ausgeprägt ist, bringt am Tag Wind aus südlicher, nachts auf nördlicher Richtung.

Bei wolkenlosem Himmel oder bei nur geringer Bewölkung und schwacher Luftbewegung bildet sich in den Abend- und Nachtstunden in den freien Lagen bodennahe Kaltluft, die entsprechend ihres Entstehungsortes besonders rein ist. Diese fließt dem Gefälle folgend in die tieferen Bereiche, dringt in die Ortskerne ein und verdrängt die wärmere, mit Staub und Abgasen belastete innerörtliche Luft.

Im Hinblick auf winterlichen Kältereiz und sommerliche Wärmebelastung ist das Klima in Nidderau ausgeglichen.

Jahresmittel der Lufttemperatur 9,5 Grad C  
Jährliche Niederschlagsmenge 925 mm  
Jährliche Sonnenscheindauer 1.600 Stunden  
Sommertage (Tagesmaximum über 25 Grad C) etwa 35 Tage
Eistage (Tagesmaximum unter 0 Grad C) etwa 15 Tage
Mittlere Bewölkung im Jahresmittel 6,5 Stunden  

 

Naturerbe Nidderau

Die Eigenart, Vielfalt und Schönheit der über 4.300 ha großen Gemarkung Nidderau ergibt sich durch das Zusammentreffen unterschiedlicher Landschaften.
Die Flussniederung der Nidder, die in zahlreichen Bögen das Gebiet von Nordosten (118,3 m ü. NN) nach Südwesten (114,2 m ü. NN) durchzieht, Der zentral gelegene Ohlenberg mit leichten bis mittleren abwechslungsreichen Hängen und bewaldeter Nordseite ( Buchwald, Eichwald, Junkernwald), Die fast ebenen Flächen im Westen, die nur allmählich ansteigen und im Bereich der Naumburg bewaldet sind (Hainwald), Das Hügelland im nördlichen Teil, das nach Norden hin bis zum Wartberg (200,4 m ü. NN) ansteigt und teilweise bewaldet ist (Oberwald), Die zusammenhängend bewaldeten Ausläufer des Ronneburger Hügellandes im östlichen Teil (Unterwald, Geigerwald, Haken, Alter Hag), Das unbewaldete Hügelland im südlichen Teil, das leicht nach Süden hin bis zur, die Wetterau im Südosten begrenzenden, Hohen Straße ansteigt. In dieser so von Wind und Wasser und den Vulkanen des Vogelsberges geformten Wildlandschaft hat sich in den letzten beiden Jahrtausenden die Stadt mit ihren Kirchen, Schlössern, Häusern, Straßen, Äckern und Gärten entfaltet.

Vegetationsformen

Der Naturfreund findet in der Gemarkung jedoch nicht nur Äcker, Wiesen, Gärten und Wälder, sondern er entdeckt außerhalb der Ortschaften auch eine ganze Reihe unterschiedlicher Vegetationsformen wie wegbegleitende Hecken, Feldholzinseln, Streuobstwiesen, Windschutzgehölze, die eine oder andere Ruderalflur sowie verschiedene Formen der Ufervegetation an der Nidder und ihren zahlreichen Zuflüssen, die zum Teil mit Gehölzen gesäumt sind. Auch in den Stadtteilen erfreut sich der aufmerksame Betrachter am Blumenschmuck in den Straßen und auf den Plätzen. Hübsche Vorgärten und begrünte Fassaden lockern das Stadtbild auf. An vielen Stellen stößt der Interessierte auf unterschiedliche Formen der Mauer- und Pflasterfugenvegetation, und häufig, nicht nur auf Dächern und auf der Rinde von Bäumen, wachsen graue, gelbliche und grüne Krustenflechten, die als Bioindikatoren auf die geringe Luftverschmutzung im Stadtgebiet hinweisen.

 

Unter Schutz gestellte Landschaftsteile

Es ist nicht überraschend, dass große Teile der Gemarkung unter Schutz gestellt sind. Alleine drei Naturschutzgebieten gehören teilweise zu Nidderau :
Die „Bornwiesen bei Büdesheim“, die „Buschwiesen von Höchst“ und das „Krebsbachttal bei Kaichen“

Das 41 ha große unter Schutz gestellte Gebiet der Bornwiesen bei Büdesheim ist Teil der Nidderaue mit den durch die regelmäßigen Überflutungen der Nidder geprägten Grünlandlebensgemeinschaften mit den an sie gebundenen seltenen Tier- und Pflanzenarten. Durch die Aufstelllung einer Storchenbrutplattform wird versucht, Störche, die hier früher häufig anzutreffen waren, wieder anzusiedeln. Begrenzt wird die Aue durch einen flachgründigen, steilen Magerrasen, der hinsichtlich seiner Pflanzen- und Tierwelt gleichermaßen interessant ist.

Die Buschwiesen von Höchst erstrecken sich über eine Fläche von fast 59 ha und werden alljährlich während der Vogelzugzeiten von den Hochwässern der Nidder überflutet und sind für die Überwinterung sowie als Rast- und Nahrungsgebiet für mehr als ein Dutzend Wat- und Schwimmvogelarten, die auf der durch die hessische Senke führende Vogelzugroute fliegen, von großer Bedeutung, zumal die Mehrzahl der Arten in ihrem Bestand bedroht ist.

Das über 63 ha große Naturschutzgebiet im Krebsbachtal bei Kaichen ist landschaftlich besonders schön. Von besonderem Interesse ist hier im Hainwald die geologisch tiefste Stelle der Wetterau und der unterhalb des Schlosses Naumburg gelegene, ebenfalls unter Schutz gestellte Sandsteinbruch. Hier wurden nicht nur versteinertes Holz aus dem Erdaltertum gefunden, sondern auch zahlreiche Pflanzen- und Tierreste, wie zum Beispiel der Branchiosaurus amblystomus, ein Panzerlurch, der hier vor 250 Millionen Jahre lebte.

Es ist darüber hinaus geplant, ein 272 ha großes Gebiet, das Mürzelloch zwischen Eichen, Ostheim und Windecken unter Schutz zu stellen. Hier sind es insbesondere die gut ausgebildeten Heckenzüge und die naturnahen Wälder am Rande der großflächigen Auwiesen, die von besonderer ornithologischer Bedeutung sind als Brutgebiet verschiedener Greifvögel, die die Wiesen als Jagdgebiet nutzen.

Neben diesen Naturschutzgebieten gibt es in der Gemarkung von Nidderau noch weitere geschützte Landschaftsbestandteile am Espenkopf und am Ohlenberg sowie Flächen, die zum Auenverbund Wetterau gehören.

Die Stadt Nidderau ist Mitglied im Landschaftspflegeverbandes des Main-Kinzig-Kreises. Weitere Infos zu Landschaftspflege und Streuobstwiesen
unter www.lpv-mkk.de.

 


Naturdenkmäler

Zu erwähnen sind ferner mehrere Naturdenkmäler wie beispielsweise
der „Wartbaum an der Hohen Straße“,
der „Sandsteinbruch unterhalb der Naumburg“
und die „Dicken Steine im Unterwald“.

Sonderkulturen

Die Wälder sind artenreich. Auf den Äckern werden angebaut Weizen, Roggen, Hafer, Gerste, Mais, Raps, Kartoffeln, Zucker- und Futterrüben. Außerdem gibt es Sonderkulturen mit Weiß-
und Rotkraut sowie Fenchel. Zu diesen Sonderkulturen zählt auch das 1.300 qm große
städtische Feldflorareservat, in dem alte Getreidesorten wie Dinkel, Emmer, Einkorn usw. sowie
Kräuter angebaut werden, die hier früher heimisch waren und jetzt vom Aussterben bedroht sind.
Neben so genannten Wildfutterbiotopen gibt es in verschiedenen Stadtteilen Lehrgärten der Obst- und Gartenbauvereine und Lehrpfade mit interessanten Informationen.

Die Wetterbeobachtung

Von Bedeutung für die Wetterbeobachtung sind die Wetterwarte der Meteomedia im Stadtteil Ostheim. Hier werden zahlreiche Werte, zum Beispiel auch die Sonnenscheindauer, erfasst und stündlich abgerufen, so dass die aktuellen Werte mehrmals täglich über das Fernsehen ausgestrahlt werden.
Der Deutsche Wetterdienst hat in Windecken eine kleine Wetterstation für die Langzeiterfassung verschiedener Parameter. Darüber hinaus unterhält er dort eine Station zur Ermittlung phänologischer Daten von etwa 30 Pflanzen, die Aufschluss geben über die Besonderheiten des örtlichen Klimas und über großräumige Klimaveränderungen.
Auch die Umweltbehörde ist in Windecken präsent und erfasst kontinuierlich den Pegelstand der Nidder, so dass die Abflussmengen ständig abgerufen werden können.

 

Feld-Flora-Reservat: Die Schönheit der Ackerwildkräuter

Von der einstigen bunten Vielfalt der Kräuter unserer Ackerlandschaften findet man heute meist nur noch den Klatschmohn oder die Kornblume. Wer aber kennt noch den Blauen Gauchheil oder die Kornrade?

Im Feld-Flora-Reservat der Stadt Nidderau werden in über 40 Beeten über 60 verschiedene Ackerwildkräuter präsentiert. Die meisten von ihnen sind durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, Düngung und verbesserte Saatgutreinigung äußerst selten geworden. Einige Ackerwildkräuter sind bei uns sogar bereits ausgestorben.
Im Feld-Flora-Reservat haben sie einen Rückzugsraum gefunden. Hier kann man sich noch von ihrer Schönheit überzeugen und einen Eindruck von der einstigen Vielfalt der Ackerflora gewinnen.

Informationen über Öffnungszeiten und Führungen bitte dem aktuellen Flyer oder der Tagespresse entnehmen. Auskünfte erteilt der Fachbereich Umwelt der Stadt Nidderau, Telefon 06187/299-180.

 

 

NaturErlebnispfad Nidderau

Erleben Sie die Ackerlandschaften rund um Nidderau und lernen Sie charakteristische Tier- und Pflanzenarten der offenen Feldflur kennen. Genießen Sie den Ausblick in das Umland bis hin zu den Bergen von Taunus und Spessart. Die Route des Natur-Erlebnispfades sehen Sie auf der Karte. Der NaturErlebnispfad verläuft auf Windecker und Ostheimer Gemarkung in zwei unabhängig voneinander begehbaren Schleifen. Jede Schleife ist etwa 3 Kilometer lang und bequem in 1 bis 2 Stunden zu erkunden. Startpunkt des Pfades ist die Eingangstafel am Spielplatz „Am Mühlberg“ in Windecken.
Nähere Informationen bitte dem aktuellen Flyer entnehmen. Auskünfte erteilt der Fachbereich Umwelt der Stadt Nidderau, Telefon 06187/299-180.

 

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